Die Gewerblichen Schulen Ravensburg und die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten haben ihre Zusammenarbeit offiziell besiegelt: Am 22. April unterzeichneten Vertreter beider Bildungseinrichtungen eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern, Einblicke in technische Studiengänge zu vertiefen und gemeinsam Bildungsangebote weiterzuentwickeln.
Für die Gewerblichen Schulen Ravensburg nahmen Schulleiter Bernd Vogt sowie der Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums Thomas Teubert und der Fachbereichsleiter Florian Sonntag an der Unterzeichnung teil. Die RWU wurde vertreten durch Rektor Professor Dr. Thomas Spägele, Prorektor Professor Dr. Sebastian Mauser und Heike Krumm, die an der RWU für die Schulkontakte verantwortlich ist.
Mit 2.100 Schüler*innen eines der großen beruflichen Schulzentren der Region
Die Gewerblichen Schulen Ravensburg zählen mit rund 2.100 Schüler*innen sowie etwa 130 Lehrkräften zu den großen beruflichen Schulzentren der Region. Etwa zwei Drittel der Lernenden besuchen die Schule in Teilzeit im Rahmen einer dualen Ausbildung. Das Technische Gymnasium umfasst rund 500 Schüler*innen und beginnt einzügig bereits ab Klasse 8. In der Oberstufe, wenn unter anderem die Realschulabsolvent*innen dazustoßen, ist das TG dann fünfzügig. Ergänzt wird das Angebot durch ein Berufskolleg zur Fachhochschulreife.
"Wir haben einige Gemeinsamkeiten mit der RWU", Schulleiter Bernd Vogt. "Neben den technischen Fächern ist das außerdem eine starke Internationalität. Im gewerblichen Bereich gibt es Klassen, in denen junge Menschen aus bis zu 18 Nationen gemeinsam lernen."
Inhaltlich knüpft die Kooperation mit der RWU an bereits bestehende Formate an: So findet seit mehreren Jahren eine Studienwoche an der RWU statt, bei der Schüler*innen der Klassen 9 und 10 des Technischen Gymnasiums praxisnah mit der Fakultät Technologie und Management arbeiten.
Frühzeitige Einblicke in technische Studien- und Berufsfelder
Künftig sollen diese Ansätze weiter ausgebaut werden. Geplant seien zum Beispiel Workshops für die Jahrgangsstufe 12 direkt an der RWU, so Heike Krumm. Auch der landesweite Studieninformationstag soll stärker genutzt werden, um Schüler*innen das Studienangebot vor Ort beklannt zu machen. Ein weiterer Baustein ist die kontinuierliche Vertiefung praxisnaher Projekte, die frühzeitig Einblicke in technische Studien- und Berufsfelder ermöglichen.
Beide Partner sehen in der Zusammenarbeit große Chancen: Die Schüler*innen profitieren von einem frühzeitigen Kontakt zur Hochschule und realistischen Einblicken in Studieninhalte. Gleichzeitig kann die RWU junge Talente für technische Studiengänge gewinnen und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Gemeinsam wollen beide Einrichtungen dazu beitragen, die Attraktivität technischer Bildungswege zu stärken und Hemmschwellen abzubauen.