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Berufsperspektiven

Energieversorgung von morgen gestalten

Videoquelle: Hannes Gilch, RWU

Wer Energie- und Umwelttechnik an der RWU studiert, hat vielfältige Berufs- und Karrierechancen. Im Dezember 2025 haben wir Absolvent*innen des Studiengangs an ihren aktuellen Arbeitsstellen besucht und mit ihnen über ihre Werdegänge gesprochen. Dabei entstanden vier Video-Portraits, in denen auch die thematische Vielfalt des Energie- und Umweltsektors zum Ausdruck kommt.

Ein Unglück als Motivation

„Auslöser, mich mit erneuerbaren Energien zu beschäftigen, war die Nuklearkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011“, erinnert sich Clara Pineau. Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Fraunhofer ISE in Freiburg, wo sie Energiesysteme modelliert. „Ich arbeite viel mit der Programmiersprache Python, nutze aber auch Code, den es schon gibt und adaptiere ihn für unsere Zwecke.“ Aus ihrem Studium, so Clara Pineau, helfe ihr heute in der Forschungspraxis besonders die Verbindung aus naturwissenschaftlichen Grundlagen und Programmierung.

Quereinsteiger mit Kind

Lukas König hat vor seinem Studium als Fachkraft für Veranstaltungstechnik gearbeitet und gibt zu: „Mathe habe ich im Abi mit einer vier bestanden und Physik in der 10. Klasse abgewählt.“ Im Studium waren es dann genau diese Fächer, in denen der heutige Stromnetzplaner der tws Ravensburg voll aufging. „Für die RWU habe ich mich entschieden, weil ich schon vor dem Studium einen kleinen Sohn hatte. Deshalb wollte ich nicht so weit weg gehen.“ Auch wenn er die eine oder andere Party auslassen musste, sagt Lukas König: „Das Studium auch mit den Familienaufgaben war kein Problem. Es hat sogar in Regelstudienzeit geklappt.“

Sein eigener Chef

„Die Menschen, die Energie- und Umwelttechnik studieren, sind meist auch eher politisch, sie haben den Drive, Umweltschutz zu betreiben und gesellschaftlich etwas zu bewegen“, sagt Georg Wetterling. Er hat sich nach seinem Studium selbstständig gemacht und führt heute seine eigene GmbH, die als Generalunternehmen für Wärmeversorgung mit regernativen Energien auftritt. „Das Studium hat mir ein breites Wissen mitgegeben, das mir hilft, Energieprojekte kompetent und effizient zu koordinieren. Spannend fand ich vor allem die Fächer, die nach dem Grundstudium kamen: Verfahrenstechnik oder Energiespeicherung“, sagt der Geschäftsführer, der heute an seiner ehemaligen Hochschule auch als Lehrbeauftragter tätig ist.

Verantwortung übernehmen

„Man sollte mit seinen Erwartungen ein bisschen spielerisch umgehen, sich auch über kleine Erfolge freuen und nicht erwarten, dass man ab dem ersten Tag die Welt verändert“, sagt Julian Hummel. Er arbeitet bei Fairnetz, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Reutlingen. Dort ist er Ingenieur für die Bereiche Gas und Wasser. Die Branche ist seiner Meinung nach eine der verantwortungsvollsten und zukunftssichersten: „Die Menschen sind darauf angewiesen, dass es im Winter nicht kalt wird oder genügend Trinkwasser zur Verfügung steht.“

Die vier Portraits in Bildern

Ob Forschung, Versorgung oder Selbstständigkeit: Energie- und Umwelttechnik eröffnet zahlreiche berufliche Perspektiven in einer Branche, die langfristig gebraucht wird.

Zum Studiengang Energie- und Umwelttechnik (Bachelor)

Text:
Petra Kuon & Hannes Gilch