Gewässer verstehen - Umwelt schützen
Wer bist du und was machst du heute beruflich?
Ich bin Lioba Maag und habe von 2020 bis 2024 Energie- und Umwelttechnik an der RWU studiert. Momentan studiere ich im Master Umweltschutz an der TH Bingen und absolviere meine Projektarbeit bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz im Bereich Gewässerchemie.
Was hat dich am Energie- und Umwelttechnik Studium so begeistert, dass du danach noch tiefer einsteigen wolltest?
Im Modul Umweltanalytik habe ich gemerkt, wie spannend ich Laborarbeit finde. Durch Projekt-, Bachelor- und Praxisarbeit konnte ich mein Interesse an der Kombination von analytischer Methodik und ökologischen Fragestellungen vertiefen. Daher spezialisiere ich mich nun weiter in Richtung Ökotoxikologie.
Wie zeigt sich für dich, dass Energie- und Umwelttechnik ein Studiengang mit echten Berufschancen ist?
Energie- und Umweltthemen sind aktueller denn je. Klimawandel, Ressourcenschutz und Energiewende werden uns noch lange begleiten. Wer hier mitgestalten kann, hat hervorragende Zukunftsperspektiven.
Vor meinem Berufsstart, hätte ich nie gedacht, dass …
… ich mich einmal so sehr für Chemie und Biologie begeistern würde. In der Schule hatte ich beide Fächer abgewählt. Heute prägen sie mein Studium und meine berufliche Richtung.
Was würdest du jungen Frauen sagen, die sich für Technik interessieren, sich aber (noch) nicht so recht trauen?
Habt den Mut, euch auf euer Interesse zu verlassen. Technik lebt von Menschen, die Dinge hinterfragen und gestalten wollen, ganz unabhängig vom Geschlecht. Je mehr Frauen sich trauen, desto vielfältiger und kreativer wird dieser Bereich.
Was schätzt du an der RWU?
An der RWU hat mir das familiäre Umfeld gefallen: Die Lehrenden kennen einen persönlich, man ist keine Matrikelnummer. Die Bibliothek „Fruchtkasten“ bietet ein tolles Ambiente zum Lernen und Arbeiten, das habe ich während des Studiums sehr zu schätzen gelernt.
Was sollte man für ein Energie- und Umwelttechnik Studium mitbringen – und was muss man nicht unbedingt perfekt können, um gut hineinzufinden?
Man sollte Freude daran haben, sich in komplexe Themen einzuarbeiten und Zusammenhänge zu verstehen. Diese Neugier ist wichtiger als perfekte Vorkenntnisse. Welche Fächer man in der Schule belegt hat, spielt meiner Meinung nach kaum eine Rolle.
Was würdest du deinem 17-jährigen Ich raten?
Ich würde mir raten, selbstbewusster an Neues heranzugehen und meinen Fähigkeiten mehr zu vertrauen. Chancen sollte man nutzen. Denn oft wächst man genau an den Dingen, die einem zuerst Respekt einflößen.
Vervollständige den Satz: Energie- und Umwelttechnik zu studieren lohnt sich, weil …
… der Studiengang unglaublich vielseitig ist. Ich konnte in ganz unterschiedliche Bereiche hineinschnuppern und durch Wahlmodule, das Praxissemester und Abschlussarbeiten meinen eigenen Weg gestalten.