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Pressemitteilung

KI für bessere Milch und mehr Tierwohl

Projektpartner-von-Projekt-MilKI-beim-Besuch-von-einem-Milchbetrieb-in-Nellingen/Alb
Am 31. März trafen sich die Projektpartner von Mil-KI in Nellingen/Alb auf dem Hof der Knehr GbR, um den Betrieb zu besichtigen und den aktuellen Projektstand zu besprechen.
Bildquelle:
Rinderunion Baden-Württemberg

Weingarten – Die Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) ist Partner in einem Forschungsprojekt, das Landwirtinnen und Landwirte unterstützen soll. Milchviehbetriebe in Baden-Württemberg sammeln seit Jahren umfangreiche Daten, unter anderem zu Milchleistung, Tiergesundheit und Stallklima. Diese Daten sollen jetzt sinnvoll genutzt werden. 

RWU unterstützt Rinderunion mit Expertise in Künstlicher Intelligenz

Daher hat die Rinderunion Baden-Württemberg Anfang 2025 das Projekt „Mil-KI“ gestartet. Sie wollen Systeme entwickeln, die den Landwirtinnen und Landwirten bessere Entscheidungen ermöglichen und so Tierwohl und Nachhaltigkeit in der Milchviehhaltung fördern. 

Neben weiteren Partnern ist auch die RWU Teil des Projekts. Die Hochschule bringt ihre Expertise aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ein. Zwei Mitarbeiter des Instituts für Künstliche Intelligenz (IKI) werten Daten aus, identifizieren Anwendungsfälle für KI in der Milchviehhaltung und entwickeln passende Algorithmen.

„Wir wollen die Landwirte unterstützen“

„Wir wollen die Landwirte unterstützen“, sagt Professor Dr. Markus Schneider, Leiter des IKI. Für alle solle Mil-KI einen Nutzen haben, insbesondere das Tierwohl stehe im Vordergrund. „Wir schauen: Welche Wünsche der Landwirte können wir mit KI umsetzen?“

Das Forschungsprojekt wird mit mehr als 800.000 Euro vom Land Baden-Württemberg und der Europäischen Union gefördert. Es läuft noch bis Anfang 2028. Ziel ist es, den Landwirtinnen und Landwirten die KI-Tools am Ende einfach zugänglich im LKV-Herdenmanager zur Verfügung zu stellen. Das ist eine Software, mit der Landwirtschaftsbetriebe ihre Herden verwalten können.

Neben der RWU und der Rinderunion wirken der Förderverein Bioökonomieforschung, der Landeskontrollverband Baden-Württemberg, die Universität Hohenheim, das Landwirtschaftliche Zentrum Baden-Württemberg, das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung sowie mehrere landwirtschaftliche Betriebe an Mil-KI mit.

Text: Caroline Kolb