Im Juni fand die Jahrestagung des internationalen Forschungsnetzwerks European Network on Gender and Violence (ENGV) in London statt. Koordinatorinnen waren Professorin Dr. Monika Schröttle von der RWU und Professorin Dr. Renate Klein von der University of Maine. Das ENGV ist ein interdisziplinäres Netzwerk aus Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die sich mit Forschung zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sowie mit Gewaltprävention befasst. Mehr als 700 Forschende aus Europa, Kanada und Neuseeland sind Teil des ENGV.
150 Fachkräfte diskutierten und tauschten sich aus
Die Jahrestagung wurde dieses Jahr in der City St. Georges University of London ausgerichtet. 150 Fachkräfte nahmen teil. Die Teilnehmenden konnten sich zu ihrer Forschung austauschen, Fachvorträge besuchen, über Fragen und Praxisevaluationen zu den Themen Gewalt, Geschlecht, Prävention und Intervention diskutieren und an einem Empfang im britischen Parlament teilnehmen. Zudem wurden die Inhalte aus 57 Studien und Projekten in einer Postersession zusammengetragen, wobei. Die besten Poster wurden prämiert.
„Die Jahrestagung war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg“, so Koordinatorin Monika Schröttle. „Selten wird auf einer Veranstaltung zu diesem weltweit wichtigen Thema so viel fachlich hochwertige Forschung aus allen europäischen Ländern zusammengetragen. Und es gibt weltweit kein Netzwerk zu Gewalt und Geschlecht, das seit 30 Jahren kontinuierlich Forschende unterschiedlicher Generationen und Fachbezüge jährlich zum wissenschaftlichen Austausch zusammenbringt. Dies ist nur möglich durch das Engagement Vieler, die zum Abbau von Gewalt im Geschlechterverhältnis durch fundierte Forschung beitragen wollen.“