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Pressemitteilung

Lebens(mittel)retter im Labor

PM_12_2019_Katrin Merk Petersburg (RELOAD) (rwu)

Quelle:
Christoph Oldenkotte

Die Hochschule Ravensburg-Weingarten ist mit ihren umwelttechnischen Studiengängen Teil einer internationalen Kooperation, die sich mit der Optimierung der Ernteerträge in Ostafrika befasst. Katrin Merk, die im Rahmen ihrer Masterarbeit in Weingarten die Trocknung von Mandeln und Haselnüssen untersucht hat, wird nun im Juni ihre Forschungsergebnisse auf einer Tagung in St. Petersburg vorstellen.

Das durch die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte RELOAD-Projekt bringt deutsche und ostafrikanische Universitäten zusammen, um gemeinsam Nachernteverluste zu verringern und die Qualität landwirtschaftlicher Produkte zu steigern. RELOAD steht für „Reduction of Post Harvest Losses and Value Addition in East African Food Value Chains“. In dem Projekt kooperieren neben Universitäten in Kenia, Uganda und Äthiopien die Universität Kassel, die Hochschule Rhein-Waal und die HTWG Konstanz, in deren Auftrag die Hochschule Ravensburg-Weingarten für die gesamte Analytik verantwortlich zeichnet.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit realisieren Studierende in Weingarten in den Studiengängen „Energie- und Umwelttechnik“ (Bachelor) und „Umwelt- und Verfahrenstechnik“ (Master) Projekt-, Bachelor-, Masterarbeiten. Zudem wurden bereits drei Promotionen begleitend durchgeführt.

In den umweltanalytischen Labors in Weingarten wurde bereits die Trocknung zahlreicher Lebensmittel untersucht

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Katrin Merk wird nun im Juni auf der Nordic Baltic Drying Conference (NBDC) in St. Petersburg die Ergebnisse ihrer Masterarbeit vorstellen. Sie hat sich mit der Röstung von Mandeln und Haselnüssen beschäftigt und verschiedene Röstverfahren untersucht. Die NBDC findet alle zwei Jahre statt und wurde zuletzt 2017 in Hamburg ausgerichtet. „Ich freue mich, die Hochschule und ihre umweltbezogenen Studiengänge auf einer hochrangigen Tagung vertreten zu können“, sagt Katrin Merk.

Eine Möglichkeit, Nachernteverluste zu reduzieren, besteht in der Haltbarmachung durch Trocknung. In den Labors für umweltanalytische Verfahren in Weingarten wurde bereits untersucht, wie sich unterschiedliche Trocknungsbedingungen bei Tomaten, Chilis, Kartoffeln, Bananen, Mangos, Ananas und Nüssen auf deren optische und chemische Eigenschaften auswirken. Hier sind speziell die Gehalte an Schwermetallen, Vitaminen, organischen Säuren und Stärke zu nennen. Die Ergebnisse wurden bei verschiedenen internationalen Tagungen vorgestellt und veröffentlicht.

„Wir sind stolz darauf, die Ergebnisse unserer Studien zum wiederholten Male auf einem internationalen Kongress vorstellen zu können“, sagt Professor Dr. Wolfgang Speckle, der in Weingarten den Studiengang „Umwelt- und Verfahrenstechnik leitet. „Dass wir dort zu den aktiven Teilnehmern gehören, bestätigt die Qualität unserer Arbeit.“

 

Text: Professor Dr. Wolfgang Speckle / Christoph Oldenkotte