Studierende restaurieren Lokomotive des Welfenfest-Bähnles
Es ist ein echtes Stück Zeitgeschichte, das vor einigen Monaten im Kraftfahrzeug-Labor der RWU ankam: das Fahrgestell eines historischen Willys-Jeeps. Dieser dient seit 50 Jahren beim Weingartener Welfenfest als Antrieb der Lokomotive des „Bähnles“. Zuvor war er erst militärisch und anschließend als landwirtschaftliches Zugfahrzeug genutzt worden. Doch nun nach all den Jahrzehnten im Dienst war die Maschine technisch am Ende.
Mit diesem Problem wandte sich Walter Tränkle von der Welfenfestkommission an die RWU. Und er stieß damit im Bereich Fahrzeugtechnik auf offene Ohren. Über Wochen und Monate wurde der Jeep aus den 1940er Jahren an der RWU zerlegt, gereinigt und von Grund auf neu aufgebaut.
Praxisnahe Lehre trifft auf lokales Brauchtum
Im Rahmen eines Praxisprojekts machten sich Studierende des Studiengangs Fahrzeugtechnik PLUS Lehramt an die Arbeit. Herzstück der Arbeiten war die aufwendige Revision des Motors, der nach der Generalüberholung nun wieder kraftvoll und zuverlässig läuft. Auch das Fahrwerk und die Bremsen wurden teilweise überarbeitet, um die Sicherheit für die kommenden Einsätze sicherzustellen.
Zum erfolgreichen Abschluss ging der Willys Jeep nun wieder in die Hände der Welfenfestkommission über. Ralf Hermanutz, Laboringeniur im KFZ-Labor der RWU, übergab das frisch überholte Fahrzeug: „Für uns im Labor und vor allem für unsere Studierenden war es ein super anschauliches Projekt. Und wenn wir damit der traditionsreichen Vereinslokomotive wieder auf die Bahn verhelfen, dann freut uns das doppelt.“