Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Fußbereich

Datenschutzhinweise zur Aufzeichnung von Interviews für Forschung & Lehre (Forschungsprojekte)

In diesen Datenschutzhinweisen informieren wir darüber, wie wir Ihre personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit der Aufzeichnung von Interviews für Forschung & Lehre (Forschungsprojekte) verarbeiten. Darüber hinausgehende Informationen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten finden Sie in den allgemeinen Datenschutzhinweisen auf unserer Webseite: https://www.rwu.de/kontakt/datenschutz

Name und Anschrift des für die Verarbeitung Verantwortlichen

Verantwortlicher i.S. Art. 4 Abs. 7 DSGVO:

Hochschule Ravensburg-Weingarten
Doggenriedstraße 70
D - 88250 Weingarten
Vertreten durch: Rektor Professor Dr.-Ing. Thomas Spägele

Tel: 0049 (0) 751/501-9344
E-Mail: info@rwu.de
Website: https://www.rwu.de/

Externer Datenschutzbeauftragter

Unser externer Datenschutzbeauftragter ist erreichbar unter:

Name: Benedict Lenz
E-Mail: dsb@rwu.de
Website: https://www.exacon-gmbh.de

Informationen zur Datenverarbeitung

Art und Zweck der Verarbeitung

Im Rahmen von Forschungsprojekten an der Hochschule können Interviews mit externen Personen durchgeführt werden, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden. In diesem Zusammenhang werden mit Zustimmung der interviewten Person Ton- und ggf. Videoaufnahmen erstellt. Die Durchführung der Interviews kann dabei im Einzelfall auch durch von der Hochschule beauftragte externe Dienstleister erfolgen. Diese werden ausschließlich im Auftrag und nach Weisung der Hochschule tätig. Die Aufzeichnungen dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Auswertung, Interpretation und Transkription (Verschriftlichung gesprochener Sprache) durch das jeweilige Forschungsteam. Die Aufnahmen und daraus abgeleiteten Inhalte werden ausschließlich für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung und/oder Lehre verwendet. Eine Veröffentlichung der Ton- oder Videoaufnahmen selbst erfolgt nicht. Inhalte aus den Interviews können – sofern wissenschaftlich erforderlich – in Form von direkten oder sinngemäßen Zitaten in Publikationen, Berichten oder Lehrmaterialien erscheinen. Angaben, die zur Identifizierung Ihrer Person oder von im Interview erwähnten Personen oder Institutionen führen könnten, werden im Rahmen der wissenschaftlichen Standards anonymisiert oder pseudonymisiert. Sofern Sie ausdrücklich zustimmen, kann Ihr Name, Ihr Vorname und ggf. Ihre Institution in Veröffentlichungen genannt werden. Darüber hinaus kann im Rahmen des jeweiligen Forschungsvorhabens auch nach Abschluss des Interviews eine erneute Kontaktaufnahme erfolgen, beispielsweise zur Klärung von Rückfragen, für ergänzende Interviews oder zur Information über Folgeprojekte. Die hierfür erforderlichen Kontaktdaten werden für die Dauer des wissenschaftlichen Zwecks gespeichert und ausschließlich projektbezogen verwendet. Die Kontaktaufnahme erfolgt über die von Ihnen angegebenen Kontaktdaten, z. B. per E-Mail oder postalisch.

Datenkategorien

Im Rahmen von Interviews für Forschungszwecke können – abhängig von Zielsetzung, Methodik und Interviewgestaltung – verschiedene Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet werden. Die konkrete Auswahl der Daten richtet sich nach dem jeweiligen Forschungsvorhaben und obliegt der verantwortlichen Projektleitung. Typischerweise können folgende Daten verarbeitet werden:

  • Persönliche Identifikationsdaten: Vorname, Nachname, ggf. Titel, Adressdaten
  • Kommunikationsdaten: E-Mail-Adresse, Telefonnummer (z. B. für Terminabstimmung)
  • Berufliche Angaben: Arbeitgeber, Funktion, Tätigkeitsbereich, themenspezifische Angaben zur Organisation oder Branche
  • Soziodemografische Angaben: z. B. Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Wohnort, Berufserfahrung
  • Audio- und ggf. Videoaufnahmen: Aufzeichnungen des Interviews
  • Interviewinhalte: persönliche Einschätzungen, Bewertungen, Erfahrungsberichte, fachliche Einschätzungen, Kontextinformationen

Sofern das Interview über eine Online-Plattform (z. B. Microsoft Teams, Zoom) durchgeführt wird, können zusätzlich technische Daten vom Anbieter verarbeitet werden, wie z.B. IP-Adresse, Geräteinformationen, Meeting-Metadaten (z. B. Zeitpunkt, Dauer, Teilnehmer). In besonderen Fällen kann es (je nach Forschungsprojekt) erforderlich sein, dass sensible Inhalte zur Sprache kommen – z. B. zur politischen Meinung, Gesundheit oder Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen.

Rechtsgrundlage

Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Interviews erfolgt auf Grundlage Ihrer freiwilligen Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

Sofern im Interview Angaben zu besonders sensiblen Themen gemacht werden (z. B. zur Gesundheit, politischen Meinung, religiösen Überzeugung, ethnischen Herkunft oder sexuellen Orientierung), handelt es sich um besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO. Die Verarbeitung solcher Daten erfolgt auf Grundlage Ihrer ausdrücklichen Einwilligung gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO.

Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Ein Widerruf ist möglich, solange die Daten noch personenbezogen sind und keiner Archivierungspflicht unterliegen. Bitte beachten Sie, dass ein Widerruf nach Anonymisierung, Veröffentlichung oder Abschluss des Forschungsvorhabens unter Umständen nicht mehr umgesetzt werden kann, da eine nachträgliche Entfernung aus wissenschaftlichen Auswertungen, Veröffentlichungen oder Archiven technisch oder inhaltlich nicht mehr möglich ist. Bitte richten Sie Ihren Widerruf möglichst an die im Projekt verantwortliche Kontaktperson oder – alternativ – an den Datenschutzbeauftragten der Hochschule.

Ergänzend erfolgt die Verarbeitung im Rahmen wissenschaftlicher Forschungszwecke unter Berücksichtigung von Art. 89 DSGVO in Verbindung mit § 27 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie § 13 Landesdatenschutzgesetz Baden-Württemberg (LDSG BW). Diese Regelungen betreffen die Verarbeitung personenbezogener Daten für im öffentlichen Interesse liegende wissenschaftliche Forschungszwecke, sofern geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen (z. B. Pseudonymisierung, Zweckbindung, Zugriffsbeschränkung) gewährleistet sind und keine Anhaltspunkte für ein überwiegendes schutzwürdiges Interesse der betroffenen Person bestehen.

Im Rahmen wissenschaftlicher Auswertungen und Publikationen kann es erforderlich sein, anonymisierte oder aggregierte Interviewinhalte zu veröffentlichen – z. B. in Form von Zitaten, zusammengefassten Aussagen oder typischen Fallbeispielen. Bitte beachten Sie jedoch, dass ein Personenbezug trotz Anonymisierung nicht in jedem Fall vollständig ausgeschlossen werden kann – etwa wenn die Inhalte besonders spezifisch sind, die Person sehr bekannt ist oder Aussagen bereits anderweitig öffentlich dokumentiert wurden. Eine nachträgliche Entfernung veröffentlichter Daten ist in diesen Fällen nicht möglich. Die Veröffentlichung solcher Daten erfolgt ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken und basiert auf Art. 89 DSGVO in Verbindung mit § 27 BDSG sowie § 13 LDSG BW.

Empfänger und Drittlandtransfer

Die im Rahmen des Interviews erhobenen personenbezogenen Daten werden grundsätzlich nur innerhalb des jeweiligen Forschungsvorhabens verarbeitet. Zugriff auf die entsprechenden Rohdaten haben ausschließlich Personen, die im Rahmen des Projekts an der wissenschaftlichen Auswertung beteiligt sind. Sofern dies für die Durchführung oder Umsetzung des Interviews erforderlich ist, können auch von der Hochschule beauftragte externe Dienstleister eingebunden werden. Diese verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich im Auftrag und nach Weisung der Hochschule auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsverhältnisses gemäß Art. 28 DSGVO, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Eine Weitergabe an sonstige externe Dritte erfolgt nicht, sofern dies nicht ausdrücklich erforderlich ist (z. B. im Rahmen von Kooperationsprojekten) und dann nur auf Basis einer entsprechenden datenschutzrechtlichen Vereinbarung.

Im Rahmen der Durchführung, Auswertung oder Verwaltung des Interviews können Softwarelösungen oder Plattformen Dritter zum Einsatz kommen – beispielsweise für Videokonferenzen, Transkription oder Datenanalyse.

Eine Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) kann im Einzelfall stattfinden, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von IT-Systemen, Cloud-Diensten oder konzernweiten Anwendungen. In solchen Fällen erfolgt eine Übermittlung nur, wenn die besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO erfüllt sind.

Das bedeutet, dass entweder ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission für das betreffende Land besteht oder durch den Abschluss von EU-Standardvertragsklauseln und ggf. ergänzenden Schutzmaßnahmen ein angemessenes Datenschutzniveau sichergestellt wird. Trotz dieser Schutzmaßnahmen kann nicht in allen Fällen ein mit dem Recht der Europäischen Union vergleichbares Datenschutzniveau gewährleistet werden. Insbesondere kann das Risiko bestehen, dass staatliche Stellen auf die Daten zugreifen, ohne dass hiergegen in vollem Umfang wirksame Rechtsschutzmöglichkeiten bestehen.

Microsoft: Bei Durchführung von Interviews mit der Software-Lösung „Microsoft Teams“ erfolgt eine Datenübermittlung an den Anbieter Microsoft Ireland Operations Limited, One Microsoft Place, South County Business Park, Leopardstown, Dublin 18, D18 P521, Irland, mit dem wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen haben. Die Daten werden, soweit möglich, auf Servern des Anbieters in der EU gespeichert und verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung von Microsoft unter: https://privacy.microsoft.com/de-de/privacystatement.

Speicherdauer

Die im Rahmen des Interviews erhobenen personenbezogenen Daten – insbesondere Audio- oder Videoaufzeichnungen, Transkripte sowie Auswertungsdaten – werden ausschließlich für Zwecke der wissenschaftlichen Forschung und/oder Lehre gespeichert und verarbeitet. Die Speicherung erfolgt für die Dauer des jeweiligen Forschungsprojekts und darüber hinaus, sofern dies für die Nachvollziehbarkeit, Qualitätssicherung, Archivierung oder Replikation wissenschaftlicher Erkenntnisse erforderlich ist. In der Regel kann dies eine Speicherdauer von bis zu zehn Jahren oder länger bedeuten – insbesondere bei drittmittelfinanzierten oder öffentlich geförderten Forschungsprojekten mit entsprechenden Vorgaben zur Datenaufbewahrung.

Sofern personenbezogene Daten für die weitere wissenschaftliche Nutzung nicht mehr erforderlich sind, erfolgt eine Anonymisierung oder Löschung. Eine vorzeitige Löschung personenbezogener Daten kann erfolgen, sofern dem keine archivrechtlichen, wissenschaftlichen oder sonstigen rechtlichen Gründe entgegenstehen. Veröffentlichte, anonymisierte Inhalte (z. B. Zitate) verbleiben dauerhaft in wissenschaftlichen Publikationen und können nachträglich nicht mehr entfernt werden.

Folgen bei Nichterteilung

Die Teilnahme am Interview sowie die Bereitstellung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt freiwillig. Es besteht keine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung zur Teilnahme oder zur Bereitstellung Ihrer Daten. Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihre Mitwirkung im Rahmen des Forschungsprojekts nur möglich ist, wenn Sie in die Verarbeitung der hierfür erforderlichen personenbezogenen Daten einwilligen. Ohne diese Einwilligung kann das Interview nicht durchgeführt und Ihre Aussage nicht in die wissenschaftliche Auswertung einbezogen werden.

Automatisierte Entscheidungsfindung

Eine automatisierte Entscheidungsfindung im Sinne von Art. 22 DSGVO findet nicht statt. Sofern wir zukünftig in Einzelfällen Verfahren der automatisierten Entscheidungsfindung einsetzen sollten, werden wir hierüber gesondert informieren, soweit dies gesetzlich erforderlich ist.

Ihre Betroffenenrechte

Betroffene Personen können sich bei Fragen im Zusammenhang mit dem Datenschutz und der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten direkt an den Verantwortlichen oder den Datenschutzbeauftragten wenden.
 

Recht auf Auskunft (Art. 15 DSGVO)
Sie können Informationen über Ihre gespeicherten Daten verlangen.

Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO)
Sie können fehlerhafte Daten korrigieren lassen.

Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO)
Sie können von uns die Löschung Ihrer Daten verlangen, sofern hierfür die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO)
Sie können die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten verlangen, sofern hierfür die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen.

Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)
Soweit dies technisch möglich ist haben Sie das Recht, Ihre Daten in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format zu erhalten.

Recht auf Widerspruch (Art. 21 DSGVO)
Sie können der Verarbeitung Ihrer Daten aus Gründen jederzeit widersprechen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, sofern die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 lit. e oder lit. f DSGVO beruht.

Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO)
Falls Sie Ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung gegeben haben, können Sie diese jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Durch den Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung erfolgten Verarbeitung bis zum Widerruf nicht berührt. Ihren Widerruf richten Sie bitte an die angegebenen Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten oder Verantwortlichen.

Fristen zur Erfüllung von Betroffenenrechten
Wir bemühen uns grundsätzlich, allen Anfragen innerhalb von 30 Tagen nachzukommen. Diese Frist kann sich jedoch aus Gründen gegebenenfalls verlängern, die sich auf das spezifische Betroffenenrecht oder die Komplexität Ihrer Anfrage beziehen.

Zuständige Aufsichtsbehörde

Wir nehmen Ihre Bedenken und Rechte sehr ernst. Sollten Sie aber der Ansicht sein, dass wir Ihren Beschwerden oder Bedenken nicht hinreichend nachgekommen sind, haben Sie das Recht, eine Beschwerde bei einer zuständigen Datenschutzbehörde einzureichen:

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Postfach 10 29 32
70025 Stuttgart
Telefon: 07 11/61 55 41-0
Telefax: 07 11/61 55 41-15