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Produktentwicklung im Maschinenbau

Ideen für den Wohnwagen von morgen

Präsentation Produktentwicklung im Maschinenbau.
Quelle:
Christoph Oldenkotte

Maschinenbauer bauen Maschinen – zuvor jedoch müssen sie sich nicht nur überlegen, was die Maschine können, sondern auch wie sie aussehen soll. So befasste sich das Wahlfach „Produktgestaltung und Ästhetik“ im vergangenen Semester mit dem Thema „Wohnwagen“. Zum Auftakt war die Gruppe unter der Leitung von Gastdozent und Diplom-Designer Melih Gürleyik ins Hymer-Musuem nach Bad Waldsee gefahren, um sich dort mit der Geschichte des mobilen Zuhauses auseinanderzusetzen und sich für die eigenen Arbeiten inspirieren zu lassen.

Nun, zum Beginn des Sommersemesters, präsentierten 15 Studenten aus den Studiengängen „Produktentwicklung im Maschinebau“ (Master) und „Maschinenbau“ (Bachelor) im Foyer ihre Entwürfe. Auf sechs Postern waren die unterschiedlichsten Gefährte zu sehen. Und oft hatten gestalterische Entscheidungen mit Vorlieben der Macher zu tun. So war beispielsweise für Levente Nagy die erste Anforderung an seinen Wohnwagen, dass sich das Motorrad einfach und komfortabel darin verstauen lässt. Alle weiteren Schritte folgten dieser Anfangsidee.

Mit Solarmodulen die Reichweite des Zugfahrzeugs erweitern

Alle Modelle wagten Schritte über das Bekannte hinaus. So ließ sich etwa in dem Entwurf namens „Sidekick“ eine ganze Seitenwand hochklappen, um einen „barrierefreien Zugang zur Natur zu schaffen“. Andere Modelle waren mit Solarmodulen bestückt, um auch die Reichweite des elektrisch angetriebenen Zugfahrzeugs zu erweitern.

Schnell entspannen sich konstruktive Diskussionen, ob die eine oder andere Idee sich technisch überhaupt umsetzen lasse, so zum Beispiel der „Link up“ getaufte Anhänger von Armin Hagg. Er hatte einen Wohnwagen als Dach-Aufleger für Kleinwagen entwickelt.

Begeistert zeigten sich jedenfalls nicht nur die anwesenden Kommilitoninnen und Kommilitonen, sondern auch die Direktorin des Hymer Museums. „Ich bedanke mich für die schönen und spannenden Arbeiten“, sagte Susanne Hinzen, „da stecken sehr interessante Ideen in Ihren Entwürfen.“
 

Text:
Christoph Oldenkotte