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Exkursion zum „Fachtag Autismus und Familie“

Das Berufsleben mit Autismus

Fachtag Autismus und Familie
Quelle:
Betriebswirtschaftslehre/Management

Wie sieht der Berufsalltag für einen Menschen mit Autismus aus? Was sollten Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzte beachten? Welche Herausforderungen gibt es?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich aktuell Studierende des Studiengangs „Betriebswirtschaftslehre/Management“ der Hochschule Ravensburg-Weingarten. In Zusammenhang mit dem Wahlfach „Strategisches Management der Employability“, das von Professorin Dr. Barbara Niersbach geleitet wird, findet eine zweijährige Zusammenarbeit mit der Firma DELL statt.

Die Lehrveranstaltung ist angesiedelt im Rahmen des hochschuldidaktischen TEA-House Projektes – wobei fakultätsübergreifendes und projektgebundenes Lernen ermöglicht wird. Die Studierenden untersuchen, wie junge Menschen im autistischen Spektrum in Organisationen eingebunden werden können, und welche Herausforderungen sich dadurch ergeben. Zum Kernteam gehören Professorin Dr. Barbara Niersbach (Fakultät Technologie und Management), Professorin Dr. Silvia Queri (Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege) und die Professoren Jürgen Graef und Dr. Sebastian Mauser aus der Fakultät Elektrotechnik und Informatik. Aus den jeweiligen Fakultäten unterstützen die akademischen Mitarbeiterinnen Irena Schreyer, Birgit Giselbrecht-Lanz und Aylin Özkan das Projekt.

Ziel des Projekts ist es, organisatorische Herausforderungen im Umfeld von Menschen mit Autismus und Asperger-Syndrom und damit verbundene Entscheidungen für das Berufsleben zu verstehen. So soll für DELL eine Methode entwickelt werden, mit der das Unternehmen Autistinnen und Autisten besser integrieren und unterstützen kann. In persönlichen Interviews mit betroffenen Personen wird versucht, die Bedürfnisse besser zu verstehen und anschließend die Sensibilisierung in Unternehmen zu verstärken.

Anlässlich dieses Projekts besuchten die Studierenden den „Fachtag Autismus und Familie“ in Kempten. Dort erhielten sie einen Einblick in das Thema. Unter anderem gab es Vorträge dazu, welche Chancen für ein Kind mit einer Autismus Spektrum-Störung (ASS) bestehen und wie der Familienalltag mit einem Autisten aussehen kann. Auch der Vortrag „Sprache bei Autismus: Hürden und Nöte in der wechselseitigen Verständigung“ brachte den Studierenden einen ganz neuen Einblick. Zudem konnten bei der Exkursion neue Kontakte geknüpft werden.

Text:
Prof. Dr. Barbara Niersbach / Irena Schreyer