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Internationale Studienwoche Thailand/Myanmar

MBA-Studierende auf Pionier-Studienwoche in Thailand und Myanmar

Studienwoche in Thailand
Quelle:
Michael Stumpf

Internationale Studienwochen sind seit über 13 Jahren fester Bestandteil des MBA-Studiengangs mit drei Hauptakzenten: „Vorlesungen an Partneruniversitäten, Unternehmensexkursionen sowie das Kennenlernen von Land, Menschen und Kultur zur Stärkung interkultureller Kompetenz der Studierenden“, erläuterte Prof. Dr. Eberhard Hohl, der Initiator und Leiter der Pionier-Studienreise.

Die Studienwoche startete im „Land des Lächelns“ – wie das Königreich Thailand oft genannt wird, genauer gesagt, in der Hauptstadt Bangkok. Inmitten dieser pulsierenden 10 Millionen-Metropole erhielten die Studierenden ihre ersten kulturellen, akademischen und businessbezogenen Einblicke. So begaben sich die Pioniere auf ihrer Erkundungstour auch mit dem Boot über den „Königsfluss“ Chao Phraya zu wichtigen Sehenswürdigkeiten wie z. B. dem berühmten, von einer 1900 m Mauer eingefassten Königspalast, der Wat Arun und Wat Pho Tempelanlage. Die einmalige Farbenpracht, der architektonische Detailreichtum des Ensembles sowie auch die Rituale der buddhistischen Glaubenslehre faszinierten die Masterstudierenden sehr. Zum Abschluss der eindrucksvollen Erlebnistour in Krung Thep – in der Stadt der Engel, wie Bangkok auch genannt wird, hatten die MBA-Studierenden die besondere Gelegenheit, das Erlebte zusammen mit Dr. Opas Piansoongnern in einer interkulturellen Vorlesung zu vertiefen. Der gebürtige Thailänder ist Managementprofessor an der Ramkhamhaeng University und Berater namhafter Unternehmen in Thailand. Er ist auch Lehrbeauftragter im Studiengang IB und begleitete das MBA-Reiseteam in Thailand und Myanmar. „Es war ein besonderes Highlight für uns Studierende, Professor Piansoongnern mit seinem Know How, Erfahrungsschatz und vielfältigen Unternehmensnetzwerk an Bord gehabt zu haben“, so der indische Masterstudierende Shriharsha Vege.

Der vertiefende akademische Fokus der Studienreise fand in Form eines Campustages am Sirindhorn International Institute of Technology (SIIT) der Thammasat Universität statt. Die 1934 gegründete Thammasat University ist die zweitälteste Universität Thailands. Mit etwa 240.000 Absolventinnen und Absolventen seit der Gründung und derzeit rund 35.000 Studierenden ist sie eine der größten und renommiertesten Universitäten des Landes. Seit 2003 besteht eine enge Kooperation und Partnerschaft zur Hochschule Ravensburg-Weingarten mit regelmäßigem Studierendenaustausch, Dozentenmobilität, gemeinsamen Projekten und Studienprogrammen. Die RWU-Studierenden wurden sehr herzlich von den Mitgliedern des SIIT-Leitungsteams, den Professoren Dr. Itthisek Nilkhamhang und Dr. Chawalit Jeenanunta, sowie der Leiterin des International Office, Peechalika Sertsirikul, begrüßt. Bei einem Vortragsforum sowie einer geführten Tour, begleitet von thailändischen Studierenden, bekamen die „IBler“ erste akademische Einblicke in das Leben und Wirken auf dem weitläufigen Campus. Bei einem Planspiel zur Unternehmensführung unter der Leitung des japanischen Buchautors und Professors, Yoshiki Hamada, wurde neben dem fachlichen Austausch auch interkulturelle Teamarbeit gemeinsam mit internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen erfolgreich erprobt.

Besuch der Deutsch-Thailändischen Handelskammer (AHK)

Vor einem modernen und architektonisch eindrucksvollen Wolkenkratzer kam der Bus im Business District zum Stehen. Das Ziel: die Deutsch-Thailändische Handelskammer, welche seit 50 Jahren deutschen Firmen beim Markteinstieg in Thailand berät und begleitet. Bei einem Vortrag von Herrn Marius Mehner, dem stellvertretenden Geschäftsführer der AHK Thailand, erhielten die Studierenden ein fundiertes Faktenspektrum zur Wirtschafts- und Geschäftswelt Thailands mit interkulturellen Empfehlungen eines international erfahrenen Landsmanns.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Firma BuilkOne. Dort wurde das MBA-Team um Professor Eberhard Hohl vom Mitbegründer und CEO, Patai Padungtin, empfangen, der den Besuchern exklusive Einblicke in eines der erfolgreichsten Startups des Landes gewährte. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, das Geschäft rund um das Baugewerbe nicht nur zu digitalisieren, sondern auch zu revolutionieren und in Südostasien zu expandieren (wie bspw. nach Myanmar).

Die Weiterreise ins „Goldene Land“

Das „Goldene Land“, wie Myanmar (früher: Burma) auch oft genannt wird, ein direkter Nachbar Thailands, war das nächste Ziel der Studienreise. Schon vom Flugzeug aus sah man die berühmten goldenen Pagoden, welche in der Sonne erstrahlten.Nach der Landung am Flughafen der 1,5 Millionenstadt Mandalay ging es auf den Mandalay Hill zu einer riesigen Buddha Statue inmitten einer großen Tempelanlage. Wie auf einem Thron konnten die Teilnehmer den Sonnenuntergang genießen, der die goldenen Spitzen der darunter liegenden Pagodenlandschaft in ein rötliches, fast magisches Licht hüllte. Während des Besuchs der „Goldschläger“ von Mandalay und der U-Bein-Brücke mit über 1000 Pfeilern und 1200 m Spannweite längsten Teakholzbrücke der Welt, hatten die Studierenden das Gefühl, in die Vergangenheit des Landes einzutauchen. Ein besonderes Highlight der Studienwoche war der Besuch der regionalen Industrie- und Handelskammer, bei dem sich die Gruppe zusammen mit einheimischen MBA-Studierenden ein Bild der wirtschaftsstarken Region Mandalays machen konnte. Vorträge und Dialoge verdeutlichten, dass in Myanmar eine unternehmerische Aufbruchstimmung herrscht und der ansteckende Optimismus überall spürbar ist.

Ein weiterer Höhepunkt in Mandalay war der Besuch der „Shakespeare’s International School and Preschool“. Dort wurden die Studierenden von den Schülerinnen und Schülern sowie dem Gründer der Einrichtung, Victor Zhang, begrüßt. Der Unternehmer, der gleichzeitig Eigentümer der größten Teefabrik des Landes ist, begleitete die Gruppe auch zur Besichtigung der „Diamond Star Co. Ltd. Flour Mills“, dem größten Mehlproduzenten des Landes.

Bagan, das geografische Zentrum von Myanmar

Die Reise ging weiter in das über 180 Kilometer entfernte Bagan, welches für seine über 3.000 Klöster und Pagoden weltberühmt ist und als die historisch und kulturell bedeutendste Region des Landes gilt. Die Pagoden, Tempelanlagen und Kulturschätze sind die ältesten des Landes und lockten nicht nur die Studierenden aus Oberschwaben in die historische Königsstadt. Bagan ist ein Magnet für Touristen aus aller Welt!

Der letzte Tag der achttägigen Studienreise galt dem Besuch des Königspalasts von Mandalay, der sich auf einem vier Quadratkilometer großen Areal erstreckt. Die Besichtigung der Kuthodaw Pagode, des Shwenandaw Klosters und des berühmten Mahamuni-Buddha-Tempels rundeten die Südostasientour auf eindrucksvolle Weise ab. Bei einem Besuch des Zegyo Markts gaben die Studierenden ihre letzten Kyats für Mitbringsel wie Gewürze, Tee oder (Jade-)Schmuck aus, bevor es zurück über Bangkok nach Deutschland ging.

„Es war eine tolle Reise, die neben den gewonnenen wirtschaftlich-kulturellen Eindrücken vor allem unseren persönlichen Horizont erweitert hat. Wir wurden so freundlich empfangen, wie es fast noch nirgends der Fall war“, schwärmt Mario Scheike, Studierender im 3. Semester des MBA-Studiengangs und fügt hinzu: „Wir danken dem Professoren-Duo Dr. Eberhard Hohl und Dr. Opas Piansoongnern sowie den Gastgebern in Thailand und Myanmar für die große Gastfreundschaft und die unvergesslichen Momente in diesen beiden fantastischen Ländern. „Jetzt wissen wir, wo man das wahre Lächeln Asiens findet: in Thailand und Myanmar – den Ländern des Lächelns“.

Text:
Jan Bolender / Prof. Dr. Eberhard Hohl