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Zweite Weiterdenkertagung

Führung in turbulenten Zeiten

Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration, zu Gast an der RWU
Quelle:
Dennis Welge

Unter dem Motto „gesund.digital.personal.sozial.“ organisierte der Masterstudiengang Management im Sozial- und Gesundheitswesen (MSG) die Weiterdenkertagung 19. Zahlreiche Geschäftsführer und Vorstände von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen, Führungskräfte und Personalverantwortliche, Studierende und fachlich Interessierte waren gekommen, um sich über ihre Erfahrungen und zukünftige Entwicklungen im Sozial- und Gesundheitssektor mit Experten und Fachkollegen auszutauschen. „Mit unserer Weiterdenkertagung als Plattform der Sozial- und Gesundheitswirtschaft unserer Region schaffen wir Raum für neue Ideen und Zeit zum Austausch und Nachdenken“, erklärt Professor Dr. Axel Olaf Kern. Als Studiendekan des Masterstudiengangs und Professor für Gesundheitsökonomie entwickelte er dieses Tagungsformat, um aktuelle Erkenntnisse aus dem Bereich Management für Entscheidungsträger der Region leichter zugänglich zu machen.

„Sie sind Meinungsträger und Multiplikatoren der Hochschule“, begrüßte Rektor Dr. Thomas Spägele, die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und auch Professor Dr. Wolfgang Wasel, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, zeigte sich beeindruckt davon, wie viele Interessierte der Einladung zur Weiterdenkertagung gefolgt waren: „Mit dem Thema Unternehmensführung haben wir den Nerv der Zeit getroffen.“ Bei der diesjährigen Weiterdenkertagung drehte sich alles darum, wie gute Unternehmensführung aussehen sollte und ob eine andere Form der Organisation und Führung nötig ist, um beispielsweise den Personalmangel in der Pflege zu bewältigen. „Im Masterstudiengang ‚Management im Sozial- und Gesundheitswesen‘ ist das Thema Führung ein wichtiger Bestandteil und wir möchten im Rahmen dieser Tagung mit Ihnen ins Gespräch kommen, denn Sie bringen viele Erfahrungen und Ideen aus der Praxis mit“, so der Dekan.

Kompetente Führungskräfte ausbilden

Der MSG-Absolvent und Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, Manne Lucha, war ebenfalls an seine Hochschule zur Weiterdenkertagung gekommen. Er kommentierte das Themenfeld aus Sicht der Landesregierung. „Führung bedeutet, dass man selber fit sein muss, um die Herausforderungen dieser Zeit angehen zu können“, so Lucha. Daher sei es wichtig, dass in Studiengängen wie dem Masterstudiengang „Management im Sozial- und Gesundheitswesen“ kompetente Führungskräfte ausgebildet werden. „Wir benötigen partnerschaftliche Organisationsmodelle zwischen den Mitarbeitern, den Führungskräften und den Klienten“, so der Minister. Den zahlreichen Führungskräften der Branche, den Studierenden und vielen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen wollte er zudem Mut machen, insbesondere die Digitalisierung im Gesundheitswesen als große Chance zu begreifen.

Im Anschluss an die Begrüßung des Ministers, hielt Dr. Ulrich Lohmann den Eingangsvortrag zum Thema „Führung in turbulenten Zeiten“. Lohmann ist Autor verschiedener Bestsellerbücher zum Thema Management. Sein jüngstes Buch trägt den Titel „ … und heute leg ich los.“ Hier ist „die völlig andere Art, im Job zu leben“ als Grundlage für seinen Vortrag zu finden.

Nach den Einblicken in agile Formen der modernen Unternehmensführung folgten interessante Sessions zu den Themen: Digitale Unterstützung von Versorgungsangeboten, Wertschätzung als Haltung der Mitarbeiterführung, Employer Branding und Digitalisierung der Sozialberufe.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen steht schon heute fest, dass die Weiterdenkertagung am 24. April 2020 wieder Plattform für Anregungen und Vernetzung der Akteure des Sozial- und Gesundheitssektors sein wird.

Text:
Katharina Koppenhöfer