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Vortrag
Prof. Dr. Andreas Lange

Warum Familie heute nicht mehr selbstverständlich ist - und warum wir in eine Reproduktionskrise schliddern

A316 / A317
Gebäude A

Leibnizstr. 10 88250 Weingarten

Öffentlichkeit
Studienanfänger
Studieninteressierte
Beschäftigte
Professorenschaft
Studierende
Prof. Dr. Andreas Lange
Prof. Dr. Andreas Lange, Professor für Soziologie an der RWU
Quelle:
RWU

Über Familie weiß eigentlich jeder Bescheid, ist doch so gut wie jeder in einer aufgewachsen oder hat selbst eine gegründet. Was sagt aber die Wissenschaft zur aktuellen Situation von Familie(-n)? Sie leuchtet einerseits minutiös die vielfältiger gewordenen Formen des Zusammenlebens und die ökonomischen Bedingungen des Familienlebens anhand von großen Datensätzen aus. Andererseits richtet sie ihre Beobachtungsinstrumente mittlerweile auch auf den Alltag der Familienmenschen, der vieles umschließt: Kinder erziehen, Wäsche waschen, Feste arrangieren, sich um die älteren Familienmitglieder kümmern, Versicherungen abschließen und die neuen Medien sinnvoll nutzen u.v.am. Dieses "Doing Family" ist heute komplex und beinhaltet vor allem Koordinations- und Synchronisationsaufgaben. 

 

In seinem Vortrag vertritt der Soziologe Andreas Lange die These, dass Familie heute nicht selbstverständlich ist, sondern eine Leistung eigener Art darstellt, die nicht selten zu Erschöpfungszuständen führt. Er zeigt auch, warum diese Leistung lange Zeit unter dem Radar der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gehalten wurde - und wer daran schuld ist. Abschließend gibt es einen optimistischen Blick in die soziologische Kristallkugel: Wie wird die Familie 2035 aussehen und leben?