Direkt zum Inhalt

Pressemitteilung

Sicher Arbeiten unter hoher Spannung

Hochvolt-Schulungen Kooperation ZF - RWU

Man kann ein Elektroauto an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose aufladen. Dauert halt ziemlich lange. Im Betrieb eines E-Autos kommen deutlich größere Stromstärken und Spannungen zum Einsatz. Entsprechendes Knowhow ist Voraussetzung für die Arbeit an diesen Fahrzeugen. Genau an diesem Punkt setzt die Kooperation der ZF Friedrichshafen AG und der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) an: Erprobte Hochvoltschulungen von ZF werden in das Curriculum der RWU integriert, eine Win-Win-Win-Situation, von der die Industrie, die Hochschule und vor allem die Studierenden profitieren.

In der Elektromobilität wird in der Regel mit Spannungen von 400 bis zu 1.000 Volt gearbeitet, das Vierfache einer Steckdose. Sogar für nichtelektrotechnische Arbeiten an Hybrid- oder Elektrofahrzeugen ist eine Hochvoltqualifikation der Stufe 1 erforderlich. Die Aftermarket-Division von ZF bietet bereits seit 2014 Hochvolt-Trainings an und macht ihre Partner damit fit für die Zukunft. Um dieses Knowhow und somit eine zukunftsorientierte Weiterbildungsmöglichkeit der RWU zur Verfügung zu stellen, wurden die beiden Professoren Dr. Benedikt Reick (Elektromobilität) und Dr. André Kaufmann (Fahrzeugtechnik) in einem ersten Schritt vom Bereich Technical Training der ZF Friedrichshafen AG zu Trainern ausgebildet.

Zusatzqualifikation, die von vielen Arbeitgebern vorausgesetzt wird

Im vergangenen Wintersemester stand das Wahlfach „Hochvolt-Fahrzeuge“ dann erstmals im Vorlesungsverzeichnis. Und die beiden Professoren sind zufrieden: „Wir hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unseren beiden Studiengängen Elektromobilität und Fahrzeugtechnik. Für die Studierenden ist das eine wichtige Zusatzqualifikation, die sie sonst auf eigene Kosten erwerben müssten und die von vielen Arbeitgebern schon vorausgesetzt wird“, sagt Benedikt Reick.

Sabine Hogrefe ist Teamleiterin „Technical Training“ bei ZF und koordinierte die Kooperation mit der Hochschule. „Das ist Zukunft. Es ist toll, wenn wir den Studierenden ein Zertifikat ermöglichen können, das einen so unmittelbaren Nutzen für sie hat“, sagt Hogrefe, die selbst an der RWU Fahrzeugtechnik plus Lehramt studiert hat. Darüber hinaus sei der Austausch mit einer Hochschule immer auch eine wichtige Informationsquelle, insbesondere für Themen wie Hochvoltspeicher-Technologien.

An der RWU wird bereits geplant, wie die Hochvoltschulung noch mehr Studierenden ermöglicht werden kann. Im beginnenden Sommersemester ist das Modul jedenfalls schon ausgebucht.

Text: Christoph Oldenkotte