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International Business Management

Erste innerdeutsche Studienwoche

Studienwoche RWU: Studierende des Masterstudiengangs International Business Managment der RWU verbringen die erste innerdeutsche Studienwoche in Leipzig, Dresden und Berlin.
IB-Studiengruppe vor der Gläsernen Manufaktur bei VW in Dresden
Quelle:
Privat

Im Rahmen der 15. Studienwoche des Masterstudiengangs International Business Management (IB) reisten Studierende der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) nach Leipzig, Dresden und Berlin, um Einblicke in verschiedene Unternehmen zu bekommen. „Die Studienwochen sind ein integraler Bestandteil im IB-Studiengang“, sagt Professor Dr. Eberhard Hohl, Initiator und Leiter der Studienwochen. Pandemiebedingt habe man sie erstmals innerhalb Deutschlands verbracht.

Die Leipziger Gründerszene

Der erste Tag der Studienwoche startete in Leipzig. Eine Führung durch das historische Stadtzentrum bot den Studierenden eine Reise in die geschichtsträchtige Vergangenheit der Stadt. Auch der Campus der Universität Leipzig wurde besichtigt, der bis 2017 für ca. 117 Millionen Euro saniert wurde und mit architektonischen Besonderheiten beeindruckt. Doch für die Studierenden stand nicht nur Sightseeing auf der Tagesordnung, sondern der Besuch bei lokalen Unternehmen. Auf dem Gelände der Alten Baumwollspinnerei ist die heutige Leipziger Gründerszene angesiedelt. Dort empfing das Unternehmen SpinLab die Gruppe. SpinLab unterstützt Start-Ups über moderne Coworking-Büros hinaus: Neugründer erhalten während eines sechs-monatigen Mentorenprogramms Unterstützung zu betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und technologischen Themen.

Im anschließenden Business-Talk gewährte Ralf Lenich, ZF Aftermarket Deutschland, Einblicke in sein Aufgabengebiet als Kundenbetreuer für den Ersatzteilvertrieb und Service im Bereich Off-Highway. Am letzten Abend wanderte die Gruppe auf den „Spuren von Goethes Faust“ in den berühmten Auerbachs Keller, zu einem gemeinsamen „literarischen Abendessen“.

Die Zukunft und Vergangenheit Dresdens

Als nächstes stand eine geführte Tour durch die Gläserne Manufaktur bei VW auf dem Programm. Hier konnten die Studierenden die Fließbandfertigung von VW hautnah erleben. Über mehrere Stockwerke hinweg wird dort der VW ID.3 auf Basis des modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) produziert. Nach einem Rundgang durch die Fertigung sowie durch das „Center of Future Mobility“, erfuhr die Gruppe bei einem geführten City-Walk mehr über die Geschichte Dresdens. Der Tag endete mit einem Konzert in der Frauenkirche.

Am zweiten Morgen in Dresden ging es zur IHK, wo die Reisegruppe von Herrn Dr. Detlef Hamann, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, empfangen wurde. In seinem Vortrag ging Herr Hamann auf die drei gesetzlich bestimmten Aufgaben der IHK ein und verdeutlichte den Studierenden die schwierigen Strukturentwicklungen in der Region, insbesondere außerhalb der Metropolregionen. „Wir werden immer weniger. Wir werden immer älter. Wir sind also noch mitten im demografischen Wandel“, resümierte Herr Hamann die Situation.

Kultur und Start-Ups in der Hauptstadt

Nach erfolgreichem Check-in im Hotel in Berlin-Mitte klang der Abend bei einem gemeinsamen Abendessen aus. Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe mit einem Guide am Brandenburger Tor, um von dort aus mehr über Geschichte und Gegenwart der Hauptstadt zu erfahren. Mit Blick auf das Reichstagsgebäude ging es am Holocaust-Mahnmal weiter, zum Gebäude des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums. Am Potsdamer Platz, mit Überbleibseln der Berliner Mauer, war die Geschichte Berlins wortwörtlich greifbar.

Von der Theorie in die Praxis

Das nächste Ziel für die MBA-Studierenden war das Start-up-Center „The Factory“. Dort fanden Vorträge mit Live-Demos beim Start-up „AgyleOS“ mit ihrem CEO und Co-Founder Erdal Ahlatci sowie seinem Leitungsteam statt. AgyleOS ist ein Cloud Computing basiertes Betriebssystem, welches die HR-Softwaresysteme in einer agilen Organisation verbindet, um so die Selbstorganisation in den Teams zu fördern. „Der Besuch stellte ein besonderes Highlight für die Studierenden dar. Auf Basis ihrer Seminare zur agilen Führung & Zusammenarbeit an der RWU lernten sie in Berlin die innovative Produktpalette des Unternehmens kennen, bezüglich bedeutsamer Praxisfelder von HR Digital Transformation and Leadership. Die aktuellen Herausforderungen im Rahmen der „VUCA-World“ für HR-Verantwortliche und Führungskräfte wurden beim Besuch des außergewöhnlichen Start-ups ebenso professionell behandelt wie Gestaltungsaspekte eines notwendigen Change-Prozesses in der Praxis“, so Prof. Dr. Eberhard Hohl.

Im Business-Talk mit Christiane Schröder von Sanofi und Thomas Steinmeier von KAM Experts bekamen die Studierenden einen Überblick über die Pharma-Branche und die aktuelle Gestaltung eines professionellen Key-Account Managements.

„Das Geheimnis innerer Stärke: Resilienz als Erfolgsfaktor“
Nach der Diskussionsrunde traf sich die Studiengruppe im „Ahoy! Berlin” für einen Workshop über “Resilienz als Erfolgsfaktor”. Die Moderatorin führte interaktiv in das Thema ein und bot die Möglichkeit zur Selbstreflexion in kleineren Gruppen. Die Studierenden lernten den Umgang mit Stress sowie die Konzentration auf die eigenen mentalen Stärken und Kraftressourcen kennen.

Business-Dialog mit einer BMW-Führungskraft und Lernbilanz
Am letzten gemeinsamen Abend in der „Classic-Remise Berlin“, einem restaurierten wilhelminischen Straßenbahndepot, empfing die Gruppe Wolfgang Höss, Leiter HR Vertriebsregion Ost der BMW Group, zu einem gemeinsamen Dinner mit Business-Talk. Mit einer offenen Fragerunde rund um die Themen Talentmanagement, Mitarbeiterbindung und Karriereplanung in Zeiten des digitalen Wandels sowie einer abschließenden Lernbilanz mit Feedback und Diskussion mit Prof. Dr. Eberhard Hohl endete diese einzigartige Pionier-Studienwoche.

„Die Studienreise hat uns als Studierende enger zusammengeschweißt und war als Teambuilding-Event einfach nur genial,“ sagt Niklas Madlener, Studierender im 5. Semester, über die Studienwoche. „Es war beeindruckend, die Städte aus unterschiedlichen Zeitepochen zu erleben.“

 

Text: Niklas Madlener, Tobias Moser und Prof. Dr. Eberhard Hohl