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Corona - Was geht

Panflöte für den Postboten

Corona Was geht - Technischer Betrieb Warenannahme

Die RWU steht auch in diesen außergewöhnlichen Tagen und Wochen nicht still. An vielen Stellen wird mit Engagement und Kreativität an neuen Lösungen gearbeitet. Mit der Reihe „Corona – Was geht“ möchten wir den Blick nicht nur auf das richten, was derzeit nicht möglich ist, sondern gerade auch auf das, was geht.

Wer kümmert sich eigentlich um die vielen Gebäude auf dem RWU-Campus, wenn fast alle im Homeoffice sind? Was ist mit der Post, den Werkstätten oder der Hausdruckerei? Fragen an Tillmann Pfaue, den Leiter des Technischen Betriebs (TB) an der RWU.

Christoph Oldenkotte: Wann und wie ist die Coronakrise im TB angekommen?

Tillmann Pfaue: Für uns ging das damit los, dass wir Anfang März 150 Liter Desinfektionsmittel bestellt haben. Die Wandspender waren dann schon nicht mehr lieferbar. Für die Spender, die wir noch bekommen haben, haben die Hausmeister selber Wandhalterungen gebaut und an allen Gebäudeeingängen angebracht.
Und, aber das ist aus heutiger Sicht eher ein witziger Zufall, wir haben noch eine Palette Klopapier bestellt, weil am 16. März das Semester starten sollte.

Welche weiteren Schutzvorkehrungen wurden getroffen?

Wir haben aus Plexiglas und Holz Spuckschutze selber gebaut für die Büros, in denen viel Kundenverkehr ist, zum Beispiel im Studierendenservice.

Schließlich wurde der Semesterstart verschoben und möglichst viele Arbeiten sollten ins Homeoffice verlegt werden. Welche Konsequenzen hatte das für den TB?

Im Technischen Betriebsbüro sind zwei Kolleginnen im Homeoffice. Ansonsten ist Homeoffice bei uns nur eingeschränkt möglich. Das Hausmeisterteam kann nicht von zu Hause aus arbeiten. Auch die Poststelle läuft regulär. Wir sind mit reduzierter Besetzung immer vor Ort.
Die Beschaffungen versuchen wir auf das Notwendige zu reduzieren. Auch damit keine Zahlungsverzüge entstehen, da viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Ware entgegennehmen müssten, nicht im Haus sind.

Dann kam die Entscheidung, dass die Gebäude nur noch mit Schlüssel zugänglich sind.

Das habe ich als einen positiven Schritt wahrgenommen. Es hat das Sicherheitsgefühl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich erhöht. Wir haben dadurch einen kontrollierbaren Bereich geschaffen. Das hat zu einer Entspannung beigetragen, als die Verunsicherung relativ groß war.

Welche konkreten Auswirkungen hat es auf die Arbeiten im TB, dass die Gebäude nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sind?

Wir haben zum Teil geplante Wartungen abgesagt. Zwar könnte man die Zeit jetzt gut dafür nutzen. Aber es war für uns ein Widerspruch, auf der einen Seite die Gebäude für den öffentlichen Verkehr zu schließen, und auf der anderen Seite viele Handwerker ins Haus zu holen. Wir haben das also auf die notwendigen Reparaturen beschränkt.
Den Gebäudebetrieb aufrecht zu erhalten war aber kein Problem. Wir haben in den letzten Jahren viele präventive Maßnahmen durchgeführt, dadurch sind unsere Anlagen gut in Schuss.

Wie würden Sie die aktuelle Situation für Ihren Bereich beschreiben?

Die Situation ist ungewöhnlich, aber es hat sich eingependelt. Für uns ist mittlerweile eher eine ruhigere Zeit. Da haben die Kolleginnen und Kollegen im Rechenzentrum oder in der Didaktik gerade sicher mehr Stress.
Am Anfang sind wir von der Entwicklung überrollt worden. Das war anstrengend. Zwischenzeitlich können wir auch mal Dinge abarbeiten, die schon länger liegengeblieben sind.

Wir haben ja keine Pforte hier im Hauptgebäude. Wie können Sie sicherstellen, dass alle Lieferungen auch ankommen?

Wir haben, als die Gebäude für die Öffentlichkeit geschlossen wurden, noch schnell eine Funk-Klingel besorgt und installiert. Da wir viel im Haus unterwegs sind, steht die jetzt im Foyer und hat einen etwas seltsamen Klingelton. Wenn also im Hauptgebäude die Panflöte erklingt, dann heißt das, dass jemand ein Paket abgeben möchte.

 

News & FAQ zum Umgang mit Corona an der RWU

Text:
Christoph Oldenkotte