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Corona - Was geht

Die RWU arbeitet zu Hause

Corona was geht - RWU arbeitet im Home-Office

Die RWU steht auch in diesen außergewöhnlichen Tagen und Wochen nicht still. An vielen Stellen wird mit Engagement und Kreativität an neuen Lösungen gearbeitet. Mit der Reihe „Corona – Was geht“ möchten wir den Blick nicht nur auf das richten, was derzeit nicht möglich ist, sondern gerade auch auf das, was geht.

Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RWU bedeutet die Coronakrise eine Umstellung. Wo es möglich ist, wird im Homeoffice gearbeitet. Vor welche Herausforderungen stellt das die Mitarbeitenden? Wie organisieren sich die einzelnen Abteilungen?

Schulen geschlossen, Kitas zu, Großeltern tabu. Vor gut drei Wochen standen auch mein Mann und ich vor dieser Situation und vor der Frage: Wie sollen wir unseren Arbeitsalltag mit zwei kleinen Kindern organisieren? Mittlerweile sind wir angekommen in unserem neuen Alltag. Das anfängliche Chaos weicht einer neuen Struktur. Während ich diesen Text hier schreibe, sitzt meine kleine Tochter ganz geschäftig an einem Tischchen hinter mir. Wir haben ihr ein „Kinderbüro“ eingerichtet. Mein Sohn hört im Zimmer nebenan ein Hörspiel. Ich weiß, lange wird diese Ruhe nicht währen. Aber was ich vor ein paar Wochen noch für unmöglich gehalten habe, funktioniert doch irgendwie. Wir werden kreativ, wir passen uns an, wir rücken zusammen. Mit dieser Erfahrung sind wir nicht alleine.

Die Situation kann Vorbehalte gegenüber Homeoffice abbauen und aufzeigen, was alles möglich ist

In der Studentischen Abteilung geht es normalerwiese sehr lebhaft zu. Türen gehen auf und zu. Professorinnen und Professoren, Lehrbeauftragte und Studierende geben sich die Klinke in die Hand. Als sich die Lage immer mehr zuspitzte, wollte auch Anne-Marie Federspiel, die Leiterin der Studentischen Abteilung, ihren Mitarbeiterinnen die Arbeit im Homeoffice ermöglichen: „Problematisch war anfangs, dass die Studentische Abteilung nicht mit Laptops ausgestattet war. Doch die Fakultät Elektrotechnik und Informatik sprang sehr hilfsbereit ein und stellte uns schnell Leihlaptops zur Verfügung. Mit der unermüdlichen Hilfe des Rechenzentrums konnten alle Laptops mit der notwendigen Software ausgestattet werden und waren zeitnah für den Einsatz zu Hause bereit.“ Untereinander kommuniziert das Team über E-Mail, Telefon und bei Besprechungen kommt verstärkt das Web-Konferenz-System „BigBlueButton“ zum Einsatz. Als Notbesetzung ist aber auch immer eine Person im Studierendenservice an der Hochschule vor Ort.

Auch die Personalabteilung arbeitet von zu Hause aus. Dort erreichten sie in der Hochphase zahlreiche E-Mails mit Fragen, deren Antwort zum Teil erst erörtert werden musste, zum Beispiel zum Umgang mit Rückkehrern aus Risikogebieten, Freistellungen aufgrund von Kinderbetreuung, vorübergehendem Homeoffice. Und der normale Personalabteilungsbetrieb musste auch bewältigt werden. Melanie Breins, die Leiterin der Personalabteilung, zieht ein positives Zwischenresümee und ist sich sicher, dass Homeoffice bei einer guten Organisation und laufender Abstimmung untereinander vieles möglich macht – auch in Bereichen, die vielleicht per se nicht als Homeoffice-tauglich angesehen werden. „Ich hoffe, dass die aktuelle Situation Vorbehalte und Ängste gegenüber Homeoffice abbaut und aufzeigt, was alles möglich ist“, sagt Melanie Breins.

Gestärkt und mit einem neuen Gemeinschaftsgefühl aus der Krise hervorgehen

Andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten ebenfalls von positiven Effekten. Von der Ruhe, die man zu Hause für die Arbeit habe, oder die gewonnene Zeit, die durch den Wegfall von Fahrtzeiten entstehe. Vermisst wird allerdings der persönliche Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen, das rege Treiben in den Gängen der Hochschule, das gemeinsame Mittagessen in der Mensa.

„Die derzeitigen Umstände fordern jeden einzelnen auf verschiedenste Art und Weise. Sie strapazieren uns alle und erfordern ein enormes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft“, fasst Anne-Marie Federspiel die Situation zusammen. Sie blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich bin mir aber sicher, wenn jeder etwas Ruhe und Gelassenheit behält und seinen individuellen Teil zum Gelingen dieses turbulenten Semesters beiträgt, dann werden wir auch diese Krise gemeinsam bewältigen und vielleicht sogar gestärkt und mit einem neuen Gemeinschaftsgefühl daraus hervorgehen.“

Das Hörspiel ist zu Ende, im Kinderbüro ist jetzt Pause. Wir treffen uns in der Küche und bereiten gemeinsam das Mittagessen zu. Wir verbringen mehr Zeit miteinander und machen Dinge zusammen, die in unserem durchgetakteten Alltag oft keinen Platz finden. Auch das ist eine Erfahrung, die wir aus diesen ungewöhnlichen Tagen mitnehmen.

 

News & FAQ zum Umgang mit Corona an der RWU

Text:
Monika Zieher