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Tipps & Tricks

Maskottchen des CLIC

The Good Language Learner

Wichtig für das Erlernen einer neuen Sprache ist einer intrinsische, das heißt eine von sich aus kommende Motivation. Machen Sie sich bewusst, weshalb Sie die Sprache erlernen wollen und wofür Sie diese brauchen. Stellen Sie sich Ihr Ziel am besten bildlich vor und halten Sie es schriftlich fest!

Ein vorrübergehender Verlust der Motivation ist völlig normal und ereilt jeden Sprachlernenden früher oder später. Machen Sie sich in einem solchen Fall Ihre Angfangsmotivation bewusst und visualisieren Sie diese vor dem inneren Auge. Denken Sie daran, dass für das Erlernen einer Sprache viel Zeit und Übung erforderlich ist und dass erst ab einer gewissen Niveaustufe (A2 oder besser B1 nach GER) eine sinnvolle Konversation mit Muttersprachlern möglich ist. Erkundigen Sie sich zudem nach zusätzlichen alternativen Lernmethoden, wie beispielsweise ein Spachtandem.

Wie bei anderen Lerninhalten gilt auch für Sprachen: viel hilft viel, aber bitte nicht alles auf einmal! Wer am Tag 10 neue Vokabeln lernt, wird in einer durchschnittlichen Vorlesungszeit am Ende 1150 neue Wörter kennen. Die können natürlich nicht in der Woche vor der Klausur auf einmal gelernt werden.

Für eine genauere Abschätzung des Zeitaufwandes orientieren Sie sich bitte an der Anzahl der ECTS-Punkte. Ein ECTS entspricht 30 Stunden Arbeitsaufwand pro Semester, inklusive Unterricht.

Beschränken Sie sich während Ihres Studiums auf eine bis maximal zwei neue Fremdsprachen, die Sie zusätzlich zu Englisch erlernen möchten. Setzen Sie diese Sprache dann mindestens solange fort, bis Sie eine sinnvolle Konversation mit einem Muttersprachler führen können. Überlicherweise ist dies ab dem Niveau A2 bis B1 nach GER möglich. Je nach Sprache benötigen Sie hierfür vier bis sieben Semester.

Wenn Sie sich tagtäglich mit der Sprache umgeben, werden Sie viel schneller Erfolge erzielen. Den größten Effekt haben hierbei natürlich Auslandsaufenthalte, aber auch in der Heimat kann man eine neue Sprache in den Alltag einbauen. Probieren Sie zum Beispiel, eine Website, die Sie häufig besuchen oder in Handy, auf die Zielsprache umzustellen. Hören Sie Musik, Hörbucher oder Pocasts in der Sprache. Lesen Sie fremdsprachige Bücher und Zeitungen. Gucken Sie Filme und Serien in Originalvertonung. Auch wenn Sie nicht alles verstehen, wird Ihnen der tägliche Umgang mit der Sprache zugute kommen.

Auch das Nachdenken oder Selbstgespräche in der zu erlernenden Sprache beschleunigen Ihren Lernerfolg erheblich. Versuchen Sie doch einmal, Ihre Termine der Woche oder Ihre Einkaufsliste in der Zielsprache durchzugehen oder erzählen Sie sich selbst von Ihrem Wochenende.

Suchen Sie Kontakt zu den internationalen Studierenden der Hochschule! Melden Sie sich beispielsweise beim Buddy-Programm des International Office und nehmen Sie für ein Semester eine/n ausländische/n Studi unter Ihre Fittiche.

Alternative Lernmethoden

  • Online-Übungen
  • Zusatzmaterialien der Sprachverlage (Klett, Cornelsen, Langenscheidt, Hueber, etc...)
  • Selbst erstellte Zusatzmaterialien wie z.B. ein Karteikartensystem
  • Flashcards oder Spraced Repetition Software (SRS) wie Anki
  • Sprachtandems
  • Auslandsaufenthalte
  • Konsum von Medien (Musik, Filme, Bücher, Websiten, Podcasts...) in der jeweiligen Sprache
  • Sprachlernapps wie Babbel oder Duolingo
  • Selbstgespräche führen

Fragen Sie für Empfehlungen gerne Ihre/n jeweilige/n Lehrbeauftragte/n!

Hier finden Sie einige Websiten, die beim Spracherwerb hilfreich sein können.

Englisch

Deutsch als Fremdsprache

Andere Sprachen

  • Coffee Break Podcasts in Französisch, Italienisch, Chinesisch, Deutsch und Spanisch. Achtung: Erklärsprache der Podcasts ist vor allem am Anfang Englisch!
  • TuneIn Radiostationen aus aller Welt hören
  • bab.la Standardformulierungen zu unterschiedlichen Schreibanlässen in verschiedenen Sprachen

Ein Vokabelheft kann sinnvoll sein, wenn Sie es richtig einsetzen. Schreiben Sie beispielsweise nicht stumpf die Volabeln aus dem Buch ab, wie Sie es vielleicht in der Schule gelernt haben. Nutzen Sie Ihr Heft lieber aktiv im Unterricht: sobald Sie ein Wort nicht (mehr) wissen, schreiben Sie es sich sofort auf! Notieren Sie sich auch Redewenungen und benutzen Sie die Vokabeln in ganzen Sätzen. Beim Durchblättern durch Ihr Heft werden Sie schnell merken, welche Wörter oder Sätze Sie oft vergessen, da diese auf jeder Seite auftauchen werden. Sammeln Sie solche "hartnäckigen" Fälle gerne an einem gemeinsamen Ort, zum Beispiel der letzten Seite des Vokabelhefts, um sie immer wieder üben zu können.

Karteikartensysteme und Flashcards

Bei einem Karteikartensystem werden einzelne Vokabeln oder Sätze auf eine kleine Karte geschrieben; auf die Vorderseite in der Muttersprache, auf der Rückseite in der Fremdsprache. Zudem wird ein System mit meist fünf verschiedenen Fächern benötigt, in die die Kärtchen einsortiert werden. Zu Beginn befinden sich alle Kärtchen im ersten Fach. Die Karten im ersten Fach werden täglich wiederholt, die im zweiten Fach alle zwei Tage, die im dritten Fach einmal pro Woche etc. Wird beim Lernen der Karten die richtige Antwort gewusst, wandert diese Karte ein Fach weiter - wenn nicht, wandert sie wieder in das erste Fach.

  • Langfristiges Behalten wird besonders gefördert
  • Gute Übersicht über den eigenen Wissensstand
  • Vokabeln werden in zufälliger Reihenfolge gelernt, was dem altbekannten "Ich weiß, wo es steht, aber nicht, wie es heißt"-Effekt vorbeugt.
  • Durch das eigene Erstellen der Karten werden die Vokablen bereits vor dem eigentlichen Lernen geübt.
  • Eine regelmäßige Wiederholung des letzten Faches bewirkt, dass auch bereits gekonnte Vokabeln nicht in Vergessenheit geraten.

Sogenannte Spaced Repetition Software (SRS), wie beipsielsweise die Open Source Software Anki, ist die digitale Version eines Karteikartensystems. Hier merkt sich ein Algorithmus, welche Karte wann wieder gelernt werden muss, um nicht vergessen zu werden. Viele SRS haben auch Communities, die verschiedene Kartendecks für die jeweiligen Programme kostenlos ins Netz stellen.

Gemeinsam lernen

Natürlich kann man eine Sprache auch für sich allein im stillen Kämmerlein pauken - aber viel mehr Spaß und Erfolg werden Sie haben, wenn Sie sich einen motivierten Partner zum gemeinsamen Lernen suchen! Das kann ein Sprachtandem sein, also ein Muttersprachler Ihrer Zielsprache, der wiederum Ihre Muttersprache erlernen will. Aber auch Studierende Ihres Sprachkurses eignen sich wunderbar, um Ihre Sprachfertigkeiten zu verbessern. Treffen Sie sich beispielsweise zum gemeinsamen Hausaufgaben machen und kommunizieren Sie dabei ausschlißlich in der Zielsprache.

Haben Sie keine Scheu, eine/n Kommilitonen/in nach einer solchen Lernpartnerschaft zu fragen. Die CLIC-Kurse zeichnen sich durch viel Interaktion aus, sodass Sie ohnehin viel miteinander Reden und einiges voneinander erfahren werden. Ein fester Lernpartner kann Sie bei Durchhängern motivieren und sorgt für regelmäßiges Üben der Sprache, das zudem noch Spaß macht.

Wenn Sie an einem Sprachtandem interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit CLIC in Verbindung.

Um einen Partner mit gleicher Mutter- und Zielsprache zu finden, sprechen Sie doch einfach die Kommilitonen Ihres Sprachkurses an oder suchen Sie bereits vor Beginn Gleichgesinnte in Ihrem privaten Umfeld. Sie werden schnell merken, dass sich das gemeinsame Lernen auszahlt!