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Clever Baden - Energieoptimierung des Frei- und Hallenbades der Stadt Weingarten

Betreuung
Projektteam
Markus Diesch (RWU), Mathew Cann (University of Winnipeg)
Freibad Weingarten
Markus Diesch (wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät Maschinenbau, der das Forschungsprojekt betreuen wird), Alexander Geiger (Finanz- und Baubürgermeister der Stadt Weingarten), Professor Dr. Gerd Thieleke, Professor Dr. Markus Till (Dekan der Fakultät Maschinebau), Mathew Cann (Austauschstudent von der University of Winnipeg, Kanada), Alexandra Weissenberg (stellvertretende Werkleiterin der Stadtwerke Weingarten) und Christian Tietz (stellvertretender Betriebsleiter)

Das Weingartener Freibad Nessenreben ist ein Aushängeschild der Stadt, wunderschön liegt es in den grünen Hügeln am östlichen Stadtrand. Nur ist der Betrieb eines solchen Bades in der Regel ein defizitäres Unterfangen. Um die Energieverbräuche genau unter die Lupe zu nehmen und Szenarien einer energetischen Optimierung zu entwickeln, beschlossen die Stadtwerke Weingarten nun eine Kooperation mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

Es wird im ersten Schritt darum gehen, die entscheidenden Stellschrauben zu identifizieren“, sagt Alexander Geiger, Finanz- und Baubürgermeister der Stadt Weingarten und Leiter der Stadtwerke. Zwei Ziele seien damit verbunden: Erstens kurzfristige Maßnahmen zu identifizieren, die Einsparpotentiale bieten, ohne mit großen Kosten verbunden zu sein. Und zweitens sollen für zukünftig anstehende Investitionen die effektivsten Lösungen ausgemacht werden. Die technischen Dimensionen mit 4 Millionen Liter Wasser in den Becken des Freibades sind gewaltig. Jeder Tropfen wird viermal am Tag gefiltert. Beheizt wird das Bad vorwiegend über ein mobiles Blockheizkraftwerk sowie eine Solarthermieanlage.

Professor Dr. Gerd Thieleke von der Hochschule in Weingarten sieht in diesem Projekt eine überaus spannende Materie für seine Studentinnen und Studenten. „Wenn wir die Anlage virtuell nachgebaut haben, können wir alle Faktoren simulieren und genau berechnen, welchen Einfluss Sonne, Schatten, Regen oder die Abkühlung bei Nacht haben oder welche Energieeinsparung beispielsweise durch die Abdeckung des Beckens über Nacht möglich würde“, so der Experte für Energiesystemtechnik und Turbomaschinen

Der Forschungsauftrag fing mit der Badesaison im Freibad 2018 an und wurde in 2019 auf das Hallenbad erweitert. Inzwischen ist das Modell des gesamten Freibades mitsamt der Anlagentechnik erstellt und wird nun auf die Belange des Hallenbades angepasst. Beim Hallenbadmodell werden die Klimatechnik und der Energiebedarf der Schwimmhalle in das Modell eingebaut.

Anknüpfungspunkte bieten sich im Bachelor-Studiengang „Maschinenbau" und dem Bachelor-Studiengang „Energie- und Umwelttechnik“. Man sieht, so Thieleke „dass eine rationelle und klimafreundliche Energieanwendung möglich ist. Vor allem die Thermodynamik und Strömungsmechanik helfen uns, das Freibad umweltfreundlicher und nachhaltiger zu machen.“

Projektpartner

Stadt Weingarten Stadt Weingarten