Direkt zum Inhalt

Pressemitteilung

Soziologische Facetten der Pandemie

Andreas Lange

Weingarten – Die Corona-Pandemie hat der Wissenschaft einen medialen Aufschwung beschert. Täglich erklären Virologinnen, Ökonomen und Biologinnen die Welt in der Krise. Weniger häufig vernimmt man die Stimme derjenigen Disziplin, die traditionell das Werkzeug hat, die Auswirkungen der Pandemie auf unsere Gesellschaft in den Blick zu nehmen: Die Soziologie.

Andreas Lange ist Professor für Soziologie an der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) und beschäftigt sich mit der Gesellschaft im Pandemie-Modus. Er ist überzeugt: Die Soziologie als Wissenschaft von der Gesellschaft kann einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Pandemie und ihrer Folgen leisten.

In seinem Vortrag zeigt Andreas Lange die Vielseitigkeit des soziologischen Blickes auf und nimmt sich dafür unterschiedlicher Themen an: Wie wird in der Gesellschaft das Körperliche thematisiert, wenn dieser Körper durch ein Virus bedroht wird? Wie steht es um die soziale Ungleichheit und welchen Beitrag kann die Familiensoziologie leisten, um die Belastungen von Familien im Lockdown zu erklären? Aber auch die Chancen, die in der Pandemie liegen, gilt es zu betonen, bietet sich doch durch die Krise eine Möglichkeit, unsere Gesellschaft gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Perspektiven, die zu einer anschließenden Diskussion einladen.

Professor Dr. Andreas Lange studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Konstanz. Er promovierte mit einer Arbeit über das Kinderleben auf dem Land und forscht zu familiensoziologischen Themen. Andreas Lange ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation“. Seit 2010 ist er Professor für Soziologie an der RWU.

Veranstaltungshinweis:

Corona, Gesellschaft und Familie - Soziologische Facetten der Pandemie (Prof. Dr. Andreas Lange)
Mittwoch, 20.01.2021 um 18.00 – 19.30 Uhr

Der Online-Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Early Night Social Talk“ statt und ist für alle Interessierten offen.

Text: Michael Pfeiffer