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Pressemitteilung

Erste Schritte in ein neues Leben

International Welcome RWU Summersemster 2020

Für viele junge Menschen sind es die ersten spannenden Tage in Deutschland, weit entfernt von der Heimat. Doch sie haben die Reise auf sich genommen, um ab dem Sommersemester 2020 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten (RWU) zu studieren. Um den Neuankömmlingen den Start in ihr neues Leben in Weingarten zu erleichtern, hat die RWU wie immer die traditionelle „Welcome and Orientation Week“ veranstaltet.

Für die rund 75 junge Menschen aus 19 verschiedenen Nationen, wie beispielsweise Bangladesch, Mauritius, Nepal und Indien, stehen während der Willkommens- und Orientierungswoche vor allem organisatorische Dinge auf dem Programm. Gemeinsam mit studentischen Hilfskräften des International Office und weiteren ehrenamtlichen Helfern kümmern sich die Studierenden um ihre Immatrikulation an der Hochschule, gehen zum Einwohnermeldeamt, eröffnen ein Bankkonto, schließen eine Krankenversicherung ab und lernen die Hochschule kennen. „Es ist wichtig, wie die Studierenden ihre Zeit an der Hochschule beginnen. Sowas zieht sich oft durch das ganze Studium“, erklärt Ramona Herrmann. Als Koordinatorin für internationale Vollzeitstudierende ist sie für die Planung und Durchführung der Veranstaltung zuständig. „Viele der internationalen Studierenden, die zum Sommersemester starten, stehen ganz am Anfang ihrer Ausbildung. Deshalb ist es uns umso wichtiger, ihre ersten Schritte im Ausland zu begleiten“, so Herrmann.

Eine besondere Tradition: Das gemeinsame Spätzle mit Linsen essen

Eine besondere Tradition der Welcome Week ist das gemeinsame Mittagessen in der Hochschule. An den runden Tischen im Foyer mischen sich dann bei Linsen und Spätzle die verschiedenen Nationalitäten. Ece Gamze hat bereits während ihrer Schulzeit in Istanbul Deutsch gelernt. Nach Weingarten kommt sie als Austauschstudentin in den Studiengang Wirtschaftsinformatik. Mit ihrer Entscheidung für einen deutschsprachigen Studiengang ist sie jedoch eine Ausnahme, die meisten internationalen Studierenden wählen eines der englischsprachigen Angebote der RWU.

Neben Ece sitz Nipaporn Limsiriwong aus Phitsanulok in Thailand. Sie kommt ebenfalls als Austauschstudentin nach Weingarten und wird im Rahmen der International Academy an der RWU englischsprachige Kurse in dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen belegen. Für ihren ersten Eindruck von Deutschland im März braucht sie nur ein Wort: „kalt“. Als am Morgen nach ihrer Ankunft das Taxi zu spät kommt, macht sie sich mit ihrem ganzen Gepäck zu Fuß auf den Weg zum Wohnheim. „Man hat mir gesagt, die Deutschen seien immer sehr pünktlich. Und ich wollte niemanden verärgern.“

In diesem Jahr hat sich auch ein deutscher Student unter die internationalen Studierenden gemischt

Varun Chand komplettiert die internationale Runde am Mittagstisch. Der junge Mann aus Pune in Indien wird an der RWU E-Mobility and Green Energy studieren und sein ganzes Studium in Weingarten absolvieren. Warum ist Weingarten für Studierende aus so vielen Ländern attraktiv? Ein wichtiges Argument seien die englischsprachigen Angebote, so Varun. Zudem sei die Ruhe und die dadurch mögliche Konzentration auf das Studium für junge Menschen aus den Millionenmetropolen attraktiv. Ece pflichtet bei: „Weingarten ist ruhig und sehr schön und es liegt perfekt in der Nähe zu vielen andern Ländern.“

Auch ein deutscher Student findet sich unter den jungen Menschen bei der International Welcome Week. „Ich war auf der Suche nach einem technischen Studiengang und wollte auf Englisch studieren“, sagt Max Schäfer. So wurde er auf die E-Mobilty an der RWU aufmerksam. Durch die internationale Ausrichtung sehe er bessere Chancen am Arbeitsmarkt, sagt der junge Mann aus Westerwald bei Koblenz. „Ich kann mir auch gut vorstellen, im Ausland zu arbeiten.“

Die Welcome Week als fester Bestandteil der RWU

Mittlerweile ist die Welcome Week zu einem festen Bestandteil an der RWU geworden. „Die Welcome Week hat eine lange Tradition an der Hochschule und wir sind sehr stolz darauf, weil sie immer sehr gut ankommt“, sagt Ramona Herrmann. Noch vor etwa zwei Jahren kamen etwa 35-45 internationale Studierende zu der Veranstaltung. Heute seien es doppelt so viele. Doch nicht nur die Teilnehmer, auch die Termine haben sich über die Jahre verdoppelt, sodass der Zeitplan straffer geworden sei und mit Parallelgruppen gearbeitet werden müsse. Für Ramona Herrmann ist die Organisation der Willkommens- und Orientierungswoche zu einem Großteil ihrer Arbeit geworden, doch langweilig wird ihr dabei nie: „Jede Welcome Week ist ein bisschen anders. Es ist immer wieder spannend, die neuen Studierenden kennenzulernen, zu erfahren, wie sie bei uns an der Hochschule gelandet sind und zu sehen, welche Beziehungen entstehen.“

Nach der „Welcome and Orientation Week“ folgt dann ein einwöchiger Deutsch-Intensivkurs, bevor das Studium Mitte März offiziell beginnt.

Text: Hannah Bucher / Christoph Oldenkotte