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Hochschuldidaktik

Design Thinking-Workshop

Hochschuldidaktik
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Hochschuldidaktik

Professorin Isabel Osann von der Hochschule Biberach war für einen Vortrag zu dem Thema „Design Thinking“ an der HRW zu Gast. Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Hochschule erklärte sie, dass es sich bei „Design Thinking“ sowohl um eine Methode zur Lösung komplexer Probleme, als auch um eine bestimmte Denkhaltung handelt, die sich durch Aufgeschlossenheit, Zuversicht und Neugier auszeichnet.

Wann sind wir zuletzt in den Schuhen unserer Kunden gegangen?

Die sechs Stufen der Methode (Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen sammeln, Prototyping, Testen) führen zu einem tiefen Verständnis des jeweiligen Problems und helfen, es auf kreative Art und Weise zu bewältigen. „Wann sind wir selbst zum letzten Mal in den Schuhen unserer Kunden‘ gegangen?“

Nutzerinnen und Nutzer und deren Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt. Man muss sich Zeit nehmen, um Kunden, Klienten oder Studierende (neu) kennenzulernen. Denn nur so verstehe man, wo das eigentliche Problem liege und komme womöglich zu ganz anderen Fragestellungen. Durch Übungen, Perspektivwechsel und Warm-Up’s entstehen im Anschluss Ideen, die sogleich als Prototypen umgesetzt und ausprobiert werden.

Sich Einlassen auf Ungewohntes

„Es ist wichtig, früh ins Machen zu kommen“, so Osann. „Natürlich darf man nicht erwarten, dass der Prototyp nun das fertige Ergebnis darstellt. Er bildet eine hervorragende Grundlage für die weitere Kommunikation.“
Grundelemente der Methode, wie das sich Einlassen auf Ungewohntes, das neue Kennenlernen der Zielgruppe und die Begegnung in gegenseitiger Zuversicht, öffnen nicht zuletzt für Pädagoginnen und Pädagogen einen Raum für Kreativität.

Im Anschluss an den Vortrag erhielt das Didaktik-Team der Hochschule die Möglichkeit, „Design Thinking“ in einem gemeinsamen Workshop auszuprobieren, um die Methode selbst an der Hochschule Ravensburg-Weingarten anbieten zu können.

„Unsere Hochschule hat durch Design Thinking‘ die Chance, mehr innovative Ideen zu generieren. Ich werde es zukünftig viel öfter anwenden“, sagte Franziska Preiß, die neue Referentin für Bildungsforschung an der Hochschule in Weingarten.

Text:
Martin Preußentanz / Christoph Oldenkotte