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Zentrale Einrichtungen Service

Gründungszentrum LAB4DTE

Gründungszentrum LAB4DTE
LAB4DTE Gründungszentrum

LAB4DTE Gründungszentrum

Das LAB4DTE – Gründungszentrum begleitet Gründungsvorhaben in allen Phasen eines Gründungsprozesses.

Von der Idee über eine Machbarkeitsanalyse und prototypische Umsetzung bis hin zur finalen Gründung unterstützen wir alle Schritte.

Unser Team fördert jede Gründung mit seinem umfangreichen Know - How und einem breit aufgestellten Netzwerk an Unternehmen und Institutionen.

So wird Deine Gründung ein Erfolg!

Komm vorbei.

Du findest uns im Gebäude M (Lazarettstraße 5) in Raum 104.

Natürlich sind wir auch telefonisch unter 0751 – 501 9928 oder per Mail lab4dte@rwu.de erreichbar.

 

In Kooperation mit Grow.

 

 EXIST          BMWi

Termine

Vergangene Termine

Datum Titel Standort
19:00
Veranstaltung
Bitte melden Sie sich an unter gruendung@rwu.de
Semestertermin
Online-Event
-
Semestertermin
Online
19:00 21:00
Veranstaltung
Entrepreneurship Stammtisch
RIVA, Ravensburg

News

Professor Dr. Wolfram Höpken bei der Prämierungsfeier im Berliner Futurium

Pressemitteilung

1,4 Millionen für die Gründerinitiative

Das Institut für Digitalen Wandel der Hochschule Ravensburg-Weingarten erhält 1,4 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

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LAB4DTE Innovationslabor

LAB4DTE Innovationslabor

Das LAB4DTE Innovationslabor unterstützt die prototypische Umsetzung und Erprobung digitaler Innovationen und Lösungsansätze in den Themengebieten Business Intelligence & Maschinelles Lernen, Internet der Dinge & Mobile Dienste, 3D-Sensorik, Cloud Computing & Verteilte Architekturen sowie Automation & Robotik. Grundlegender Ansatz ist hierbei, jeweils geeignete Hard- bzw. Software-Frameworks bereitzustellen, welche eine prototypische Umsetzung bzw. Demonstration innovativer Lösungen und Produktideen ermöglicht. Hierbei baut das LAB4DTE auf bereits existierender Hard- und Softwareausstattung der RWU auf und erweitert und ergänzt diese, um ein möglichst großes Maß an Flexibilität und Abdeckung unterschiedlicher Lösungsansätze und Techniken zu erreichen. Darüber hinaus unterstützt das LAB4DTE Studierende und potentielle Gründer bei der Umsetzung ihrer Ideen mit spezifischem Know-how in den obigen Themengebieten. Fachlich/wissenschaftlich unterstützt wird das LAB4DTE hierbei vom Institut für Digitalen Wandel, das alle obigen Themengebiete und relevante Anwendungsbereiche wie z.B. Industrie & Handel, Mensch & Freizeit (insb. auch Tourismus) und Gesundheitswesen & Soziale Arbeit abdeckt.

LAB4DTE-Labor

 

Es folgt eine Beschreibung der oben aufgeführten Themengebiete, der hierfür bereitzustellenden Hard- und Software-Frameworks sowie typischer Use Cases.

Business Intelligence & Maschinelles Lernen

Gartner (vgl. Mike Walker, “2018 Hype Cycles, Riding the Innovation Wave.”) bezeichnet das Gebiet der Künstlichen Intelligenz (bzw. Maschinelles Lernen) als eine der disruptivsten Technologien des Jahres 2018. Speziell der Themenbereich der Deep Neural Networks nimmt im Hype Cycle for Emerging Technologies 2018 einen hohen Stellenwert ein. Diese Technologie eignet sich besonders für das Erkennen von Mustern in Bildern, Texten, Sprachaufzeichnungen oder Videos und ist zudem ein Treiber vieler weiterer Themen des IDW wie Smart Factory etc. Ein wichtiger Aspekt der Künstlichen Intelligenz (KI) ist deren Interdisziplinarität. So wird KI beispielsweise in der Medizin, der Industrie oder der Freizeit eingesetzt. Die Vielzahl der daraus resultierenden Anwendungsdomänen eröffnet zukünftigen Unternehmensgründern, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, eine hohe Bandbreite an Entscheidungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund wird die Errichtung einer Sparte für Maschinelles Learning bzw. den erweiterten Bereich des Business Intelligence (BI) innerhalb des Lab4DTE als besonders wichtig erachtet. Der disruptive Charakter der KI zusammen mit deren noch nicht ausgeschöpftem Potential und der Vielzahl der möglichen Einsatzfelder birgt für zukünftige Unternehmensgründungen einzigartige Chancen. 

Bisherige Arbeiten im Themengebiet

Der Fachbereich Wirtschaftsinformatik an der RWU befasst sich bereits seit einigen Jahren intensiv mit dem Aufbau einer Bibliothek von Methoden und Datensätzen speziell im Bereich Business Intelligence, Data Mining und maschinelles Lernen. So werden kontinuierlich studentische Arbeiten in diesem Bereich speziell aufbereitet und für nachfolgende Arbeiten verfügbar gemacht. Nach demselben Prinzip werden in regelmäßigen Abständen Daten von diversen Plattformen gesammelt, mit dem Ziel einen umfangreichen Bestand an Informationen zu generieren, der zur Validierung von Ideen oder zur Generierung neuen Wissens genutzt werden kann. Zusätzlich zu der Bibliothek der Methoden, Handlungsempfehlungen und Datensätzen ist ein BI-Server im Einsatz, der mit vielen wichtigen Frameworks und Entwicklungsumgebungen ausgestattet ist.

Mit EXIST geplante Aktivitäten

Dieser Ansatz soll während der Exist-Potentiale Förderphase konsequent weiterverfolgt und ausgebaut werden. Das bestehende Angebot soll sukzessive erweitert und dadurch in einen Inkubator innovativer Ideen überführt werden. Dieser soll zum einen den Studierenden praxisnahe Use Cases vermitteln und so schon in einer frühen Phase des Studiums die Möglichkeiten des Themengebiets demonstrieren. Zum anderen soll die BI-Sparte des LAB4DTE die prototypische Umsetzung potentieller Gründungsideen ermöglichen. 

Use Case

Ein konkreter Anwendungsfall, der sich mit der aufgelisteten Hard- und Software umsetzen lässt, ist beispielsweise die Entwicklung einer Deep Learning Anwendung für die Hautkrebsdiagnose. Mittels der bereitgestellten Deep Learning Hard- und Software-Umgebung, verfügbarer Datensätze sowie bereitgestelltem Know-how ist eine sofortige prototypische Umsetzung und Erprobung der Geschäftsidee möglich, isnb. in Bezug auf die notwendige Präzision und Zuverlässigkeit der Krebsdiagnose oder der Kosteneffizienz aufgrund der benötigten Rechenleistung.
 

Internet der Dinge & Mobile Anwendungen

Das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) beschreibt die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet. Diese kommunizieren selbstständig untereinander über ein Netzwerk oder das Internet. Bei IoT-Geräten kann es sich um Kleinstgeräte (wie fernsteuerbare LED-Lampen, Thermostate, Smartwatches) bis hin zu großen Geräten in Smart Factories handeln, welche autonom arbeiten und untereinander kommunizieren.

Auch Mobile Anwendungen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Viele Menschen nutzen diese täglich auf ihren Smartphones, bspw. um Zugverbindungen zu überprüfen, E-Mails abzurufen oder auch im geschäftlichen Bereich um z.B. mit IoT Systemen zu interagieren und diese zu steuern.

Bisherige Arbeiten im Themengebiet

An der RWU wird in diversen Bereichen mit IoT-Geräten und Mobilen Anwendungen gearbeitet. Regelmäßig werden studentische Projekte im Bereich der Entwicklung von Mobilen Anwendungen sowie Projekte mit Embedded Systems und entsprechenden Applikationen zur Steuerung umgesetzt. Der Aufbau eines IoT-Labors wurde begonnen und ein Grundstock an Hardware und zugehörigen Software-Frameworks ist vorhanden.

Mit EXIST geplante Aktivitäten

Um potentiellen Gründern die Umsetzung innovativer Ideen aus dem Bereich IoT oder Mobilen Anwendungen zu ermöglichen, wird im LAB4DTE eine IoT-Sparte eingerichtet und mit hierfür erforderlicher Hardware ausgestattet. Dazu zählen bspw. einsteigerfreundliche Hardware Frameworks zur spielerischen Umsetzung und Erprobung typischer Anwendungsszenarien, wie etwa Lego Mindstorms oder Fischertechnik IoT. Anhand dieser Frameworks kann der Umgang mit IoT-Geräten spielerisch erlernt und demonstriert werden.

Für im Bereich IoT bereits erfahrene Gründer oder Studierende wird eine umfassende Auswahl relevanter Mikrocontroller und Sensoren angeschafft (z.B. diverse Arduino Mikrocontroller, thermische oder optische Sensoren, …). Dies ermöglicht die prototypische Umsetzung innovativer IoT-Anwendungsszenarien direkt im Labor, bspw. kamera- oder sprachgesteuerte IoT-Geräte (Smart-Assistants) oder neu entwickelte Gadgets zur Unterstützung oder Automatisierung einfacher Haushaltsaufgaben (z.B.  ein automatisches Bewässerungssystem für Topfpflanzen).

Die Entwicklung von Mobilen Applikationen oder Anwendungen zur Steuerung der IoT-Geräte wird im LAB4DTE durch bereitgestellte Entwicklungsgeräte ermöglicht. Hierbei handelt es sich um iOS-Geräte, wie iMacs, Macbooks, iPads und iPhones und Windows beziehungsweise Android Geräte (Windows Computer, Android Smartphones und Android Tablets). Dies beseitigt Einschränkungen in der Wahl des Systems, auf dem die Gründer entwickeln wollen und ermöglicht den einfachen Test auf den vorhandenen Endgeräten.

Der Einsatz von 3D-Druckern gibt Gründern die Chance, für Ihre Prototypen benötigte Teile oder Gehäuse selbst zu entwickeln und zu fertigen. Hierbei kann es sich um einfache Hardware, die später im Produkt genutzt wird, oder auch um komplexe Strukturen für das Design der Hardware handeln. Dies ist vor allem in den frühen Phasen eines Projektes wichtig, da so die Benutzerfreundlichkeit von Anfang an getestet werden kann, aber auch erste Bewertungen bezüglich Usability und Design gemacht werden können.

Use Case

Ein Use Case, basierend auf eine Kombination aus IoT-Gerät und Mobiler Anwendung, der im sozialen Sektor genutzt werden kann, wäre bspw. ein Gerät zur Überwachung von Patienten, die zu Hause behandelt werden. Hier könnte ein IoT-Gerät die Überwachung vitaler Funktionen des Patienten übernehmen und diese in regelmäßigen Abständen an den behandelnden Arzt weiterleiten. Ebenfalls kann der Arzt direkt informiert werden, wenn sich die Vitalwerte des Patienten schlagartig ändern sollten (bspw. beim Sturz eines Patienten) oder falls sich diese über einen längeren Zeitraum unregelmäßig verhalten. Auf der Basis bereitgestellter Sensoren und Kameras sowie mobiler Endgeräte können unterschiedliche technische Lösungsmöglichkeiten für den Anwendungsfall umgesetzt und erprobt werden.
 

3D-Sensorik

3D-Kameras und 3D-Scanner sind Schlüsseltechnologien in neuen Märkten in den Bereichen autonomer Navigation, Roboter- und Automatisierungstechnik. Die 3D-Digitalisierung bildet aber auch die Grundlage für innovative Geschäftsmodelle in Bereichen wo das Erfassen komplexer dreidimensionale Geometrien erforderlich ist, wie z.B. das 3D-Scannen individueller Körpermerkmale für die optimale Passform im Mode- und Sportbereich und dem Bodyscanning mit anschließendem 3D-Druck detailgetreuer Skulpturen.

Mit Exist geplante Aktivitäten

Ziel der Sparte 3D-Sensorik im LAB4DTE ist das Erfassen und Erzeugen von dreidimensionalen Daten von komplexen Geometrien, insb. von Mensch und Tier. Diese 3D-Daten werden über 3D-Scanner generiert, die sich je nach Anforderung im physikalischen Prinzip, der Auflösung, dem Erfassungsbereich und den Kosten unterscheiden. Mit den 3D-Daten lassen sich individualisierte, an Körper angepasste Objekte wie z.B. Kleider, Schuhe, Sattel für Pferde, usw realisieren. Allerdings werden die Vor- und Nachteile sowie die Unterschiede der Vielzahl an Scanner-Technologien und die Verarbeitung der 3D-Daten meist nur von Fachleuten verstanden. Das LAB4DTE möchte hier durch Vorträge und Schulungen Wissenstransfer leisten, sowie interessierten Gründern die Möglichkeit geben sich mit den unterschiedlichen 3D-Technologien auseinanderzusetzen - ihre Ideen sollen praktisch getestet und weiterentwickelt werden.

Use Cases

Es folgt die Beschreibung zweier Use Cases, welche die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Technologien demonstrieren und beispielhaft im LAB4DTE umsetzbare Innovationen und Geschäftsideen aufzeigen:

Schuh-Auswahl für den Sport- und Outdoorbereich der Zukunft:

Dieser Use-Case besteht aus folgenden Teilschritten zur Schuhauswahl:

Schritt 1 Fußscannen: die Füße des Kunden werden dreidimensional gescannt.

Schritt 2 Matchen:  Um den optimalen Schuh für die digitalisierten Füße zu finden müssen auch die Schuhgeometrien als digitale Daten vorliegen. Liegen die Daten der Schuhmodelle nicht vor, müssen die Innenschuhgeometrien erfasst werden. Das Schuh-Matching sorgt dafür, dass der richtige Schuh zum Fuß gefunden wird.

3D-Portrait:

Dieser Use-Case umfasst die Erstellung detailgetreuer 3D-Skulpturen von lebenden Personen und Tieren und besteht aus folgenden Teilschritten:

Schritt 1: Bodyscanning: die Person, das Lieblingstier wird dreidimensional gescannt

Schritt 2: die 3D-Daten werden für den nachfolgenden 3D-Druck Prozess aufbereitet

Schritt 3: 3D-Druck der digitalisierten Person/Tier.
 

Lernfähige intelligente Serviceroboter

Serviceroboter (SR) werden speziell für die Unterstützung von Menschen im Alltag entwickelt. Für Lokalisierung und Objekterkennung gibt es heute gute praktikable Algorithmen, die für bestimmte Aufgaben schon dem Menschen überlegen sind. In den letzten zehn Jahren konnte die KI insbesondere bei der Objekterkennung mittels Deep Learning große Erfolge erzielen. Andere Aufgaben, wie etwa das Greifen von Gegenständen in beliebigen Situationen, stellen noch große Herausforderungen für Forschung und Entwicklung dar und bieten innovativen Gründern gute Einstiegschancen.

SR sind heute schon teilweise lernfähig. Das heißt, der SR muss für bestimmte Aufgaben nicht mehr neu programmiert werden, sondern er kann von einem menschlichen Trainer lernen. Mittels Lernen durch Demonstration kann der Roboter durch einen Menschen trainiert werden, der die Aufgabe vormacht. So können SR nicht nur die beim Kauf vorinstallierten Aufgaben erledigen, sondern auch in der Praxis neue Aufgaben erlernen.

Bisherige Arbeiten auf dem Themengebiet

Das mit dem IDW assoziierte Institut für Künstliche Intelligenz (IKI) forscht seit Jahren erfolgreich im Bereich des maschinellen Lernens und intelligenten autonomen Systemen. Neben den im Rahmen diverser Forschungsprojekte selbst entwickelten Plattformen “Marvin” und “Kate” steht seit Anfang 2019 auch eine kommerzielle Plattform namens “Kurt” (Tiago Steel Edition Hersteller: PAL Robotics) zur Verfügung. Das Servicerobotiklabor des IKI ist auf dem neuesten Stand der Technik und bietet neben diversen Plattformen, Roboterarmen und Sensorik im Gesamtwert von über 300.000 € speziell auf die Entwicklung von SR Anwendungen abgestimmte Arbeitsplätze.

Mit Exist geplante Aktivitäten

Neben der Betreuung von Gründern in dem Bereich Servicerobotik soll in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen aktiven Forschungsgruppen am IKI an einem Modell Szenario für Exist Veranstaltungen gearbeitet werden, um potentielle Gründer zu motivieren. Durch diese Vernetzung von aktiver Spitzenforschung und Gründungskultur entsteht nachhaltiger Mehrwert auf beiden Seiten. 

Use Cases

SR können durch Ihre allgemeine Ausrichtung in beliebigen Anwendungen eingesetzt werden. Im Folgenden sind einige Use Cases beispielhaft skizziert:

  • Gastronomie: SR liefert Getränke aus / nimmt Bestellungen entgegen
  • Hotellerie: SR übernimmt Teile des Room-Services / dient Gästen als Ansprechpartner
  • Tourismus: SR fungiert als ortskundiger Tourguide / animiert zu Gruppenaktivitäten / Spielen
  • Warehouse / Produktion: SR assistiert Menschen in der Produktion durch das Holen / Bringen von Produkten / Werkzeugen uvm. 
  • Logistik: SR stellt Pakete zu / fungiert als Kurier zwischen Firmen / Privatpersonen
LAB4DTE Lifecycle

LAB4DTE Lifecycle

Das LAB4DTE unterstützt Existenzgründer in alle Phasen einer Unternehmensgründung von der Ideengenerierung bzw. –findung, über eine Machbarkeitsanalyse und prototypische Umsetzung bis hin zur finalen Gründung mit begleitender Gründungsberatung und Monitoring des Gründungserfolgs. Das primäre Ziel des LAB4DTE ist hierbei nicht das Filtern guter Gründungsideen, sondern vielmehr die quantitative und qualitative Verbesserung des Gründungsgeschehens an der RWU und die verbesserte Ausschöpfung des vorhandenen Gründungspotentials.

LAB4DTE-Lifecycle

Der Gesamtprozess umfasst im Einzelnen die folgenden Phasen und Aktivitäten:

1.    Ideengenerierung / Inspiration (Ideenwettbewerbe)

Das LAB4DTE im Sinne eines Erprobungs- und Demonstrationslabors bringt Wissenschaftler, potentielle Gründer, Unternehmer und Geldgeber zusammen und ermöglicht den Austausch von Ideen und Know-how in unterschiedlichen Bereichen der Digitalisierung. Beispielanwendungen, Fallstudien von Unternehmen sowie prototypische Umsetzungen unterstützen den Informations- und Ideenaustausch und inspirieren Forschende, Unternehmen und Gründungsinteressierte zu innovativen IT-Anwendungen und Produkten. Die Durchführung gezielter Ideenwettbewerbe forciert die Generierung neuartiger Lösungsansätze, bindet die Studierenden optimal in diesen Prozess ein und bietet Unternehmen eine Plattform zur Entwicklung neuartiger Problemlösungen.

2.    Technische Machbarkeitsanalyse

In Abhängigkeit der Art der Gründungsidee und den notwendigen technischen Mitteln zu deren Umsetzung erfolgt in dieser Phase eine geeignete Analyse der technischen Machbarkeit. Falls technisch und organisatorisch möglich, erfolgt hierbei eine prototypische Umsetzung und Erprobung der Gründungsidee im LAB4DTE. In Abhängigkeit der Art und Reife der prototypischen Umsetzung findet anschließend eine geeignete Evaluation der Praxistauglichkeit z.B. in Form eines Probanden- oder Usability-Tests oder eines Fokusgruppeninterviews statt. Eine wissenschaftlich gestützte Evaluation sichert hierbei einen kontinuierlichen Erkenntnisgewinn über relevante Erfolgsfaktoren und mögliche Barrieren.

3.    Markt-, Wirtschaftlichkeits- und Risikoanalyse

Ist die technische Machbarkeit und Praxistauglichkeit der Gründungsidee sichergestellt, so erfolgt als letzter Analyseschritt die Betrachtung der Marktchancen, der Wirtschaftlichkeit und möglicher Risiken. Klassische Geschäftsmodelle lassen sich nicht 1:1 auf digitale Lösungen und Produkte übertragen. Der Gründer erhält daher in dieser Phase gezielte Unterstützung bei der Wahl und Definition eines geeigneten Geschäftsmodells. Die Risikoanalyse befasst sich insb. auch mit datenschutzrechtlichen und ethischen Risiken, welchen im Rahmen des digitalen Wandels eine wichtige Bedeutung zukommt.

4.    Finanzierung / Förderung

Auf Basis der Ergebnisse der vorangegangenen Phasen erfolgt hier die Empfehlung einer geeigneten Finanzierungsform und die Unterstützung bei der Suche potentieller Investoren bzw. der Einwerbung von Mitteln insb. auch durch innovative Finanzierungsformen (z.B. Crowd Funding). Ein wichtiger Schwerpunkt im Rahmen der Mitteleinwerbung ist hierbei die Identifizierung geeigneter Fördermaßnahmen für die Existenzgründung und die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln (z.B. das EXIST Gründerstipendium).

5.    Gründung

In dieser Phase erfolgt die konkrete Unternehmensgründung, unterstützt durch das IBH-Transfer-Ökosystem. Die Vernetzung mit Unternehmen der Region unterstützt die Unternehmensgründer bei der Etablierung am Markt und ermöglicht die Vernetzung im Sinne eines Smart Business Networks.

Coaching entlang des LAB4DTE Lifecycle

Gründungsvorhaben werden in allen Phasen des LAB4DTE Lifecycle begleitend beraten, sowohl in technischen als auch in organisatorischen Fragestellungen z.B. in Bereichen wie Finanzierung, Recht oder Unternehmensführung. Im Rahmen einer Einstiegsberatung erfolgt hierbei zunächst eine erste Betrachtung potentieller Gründungsideen und Innovationen, deren Potential und generelle Machbarkeit und es werden die weiteren Prozessschritte im Sinne einer Adaptierung des Prozesses an die konkrete Gründungsidee konzipiert und passende Coachingangebote für den Gründer identifiziert (z.B. Einzelberatungen oder Seminare zu speziellen Themengebieten).
Das Coachingangebot umfasst neben der Einstiegsberatung zudem Beratungen in speziellen Fachgebieten. So können Interessenten Beratungen zu den Themen Ideenentwicklung, Innovationsmanagement, Unternehmensgründung und Finanzierung erhalten. Auch wichtige rechtliche Themen wie Steuerrecht, Wettbewerbsrecht, Handelsrecht, Marken- und Patentrecht, Datenschutz und Informationssicherheit werden behandelt.
Um die Erfolgschancen der Gründer zu erhöhen werden insbesondere die Themen Unternehmensführung, Mitarbeiterführung sowie Marketing und Vertrieb angeboten.
Auch Beratungen und Schulungen in den Bereichen Netzwerkarbeit, Kommunikations- und Verhaltenstraining sollen dazu beitragen den Erfolg der Gründer nachhaltig zu sichern.

Fachlich/technologisches Mentoring

Das Institut für Digitalen Wandel (IDW) der RWU deckt mit seinen 28 aktiven Professorinnen und Professoren alle relevanten Bereiche und Themengebiete der Digitalisierung ab. Die Mitglieder der jeweiligen Fachbereiche unterstützen den Aufbau und den Betrieb des LAB4DTE Erprobungs- und Demonstrationslabors. Durch das eingebrachte Know-how und studentische Hilfskräfte bzw. studentische Arbeiten wird die Umsetzung von Demonstratoren und Fallstudien unterstützt. Die potentiellen Gründer werden von der Ideengenerierung, über die technische Umsetzung und die Betrachtung der technischen Machbarkeit bis hin zur Markt-, Wirtschaftlichkeits- und Risikoanalyse im Sinne eines fachlich/technologischen Mentorings unterstützt. Das IDW sichert in allen Phasen des LAB4DTE Lifecycles die Übereinstimmung und Verträglichkeit der Ideen, Konzepte und Lösungsansätze mit dem technologischen State-of-the-Art sowie mit ethischen Fragestellungen und Aspekten des Datenschutzes und der Datensicherheit.

Monitoring (Begleitforschung)

Auf Basis definierter Key Performance Indikatoren (KPIs) für alle Phasen des LAB4DTE Lifecycle erfolgt ein kontinuierliches Monitoring im Sinne einer quantitativen und qualitativen Erfolgsmessung. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung werden hierbei zunächst potentielle Erfolgsfaktoren zur positiven Beeinflussung des Gründungserfolgs bzw. der definierten KPIs identifiziert. Die Erhebung sowohl quantitativer Informationen, z.B. Anzahl betrachteter Ideen, Anzahl prototypischer Umsetzungen, Anzahl Gründungen, usw., als auch qualitativer Informationen, z.B. Gründe für die Verwerfung einer Idee, den Abbruch einer Gründung, usw., sowie die Evaluation von Gründungsideen durch Fokusgruppeninterviews oder Probanden- und Akzeptanztests auf Basis prototypisch umgesetzter Lösungsansätze, dienen als Input für eine Analyse der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche und nicht erfolgreiche Gründungen bzw. den Abbruch der Gründungsidee in einer spezifischen Phase des LAB4DTE Lifecycle. Ein derartiges Monitoring entlang des gesamten LAB4DTE Lifecycle ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung des Angebots für Existenzgründer und Ausschöpfung des Gründungspotentials. Darüber hinaus liefert die Begleitforschung einen verallgemeinerbaren Erkenntnisgewinn über die Tauglichkeit der eingesetzten Methoden zur Förderung von Existenzgründungen im Hochschulumfeld.

LAB4DTE Ökosystem

Ziel des Gründerzentrums LAB4DTE ist eine durchgängige Unterstützung von Unternehmensgründungen in allen Phasen des Gründungsprozesses. Kernelement ist dabei ein Labor zur Demonstration und Erprobung digitaler Innovationen. Das LAB4DTE bringt Forscher, Studenten, Unternehmen und potentielle Gründer in einem Entrepreneurship-Ökosystem zusammen und inspiriert neuartige Innovation und wissenschaftliche Gründungen.

LAB4DTE im Entrepreneurship-Ökosystem

LAB4DTE-Ecosystem

Zentrale Zielsetzung des LAB4DTE (Laboratory for Digital Transformation and Entrepreneurship) als Teil eines Entrepreneurship-Ökosystems ist das Zusammenbringen der vier zentralen Stakeholder einer erfolgreichen Innovations- und Gründungs-Community:

  • Forscher/wissenschaftliche Mitarbeiter: Verfügen über das notwendige fachliche Know-how zum Hervorbringen innovativer Lösungsansätze und Produktideen
  • Gründer: Verfügen über die für eine Gründung notwendigen Soft-Skills und Risikobereitschaft
  • Unternehmen: Verfügen über Know-How in Bezug auf die praktische Umsetzung innovativer Technologien, den State-of-the-Art in relevanten Wirtschaftsbereichen und Märkten
  • Investoren: Verfügen über monetäre Mittel zur Finanzierung innovativer Lösungsansätze und Produktideen

Viele existierende Ansätze zur Gründungsunterstützung gehen von der Fehlannahme aus, der Forscher sei auch der potentielle und geeignete Gründer. Dies ist oftmals aber nicht der Fall, da der Forscher / wissenschaftliche Mitarbeiter typischerweise nicht über das für eine Gründung notwendige Mindset (z.B. Soft-Skills und Risikobereitschaft) verfügt. Im Rahmen des LAB4DTE wird daher explizit und ganz bewusst zwischen der Rolle des Forschers und der des Gründers unterschieden.

Das zentrale Element des LAB4DTE ist ein physikalisches Labor zur demonstrativen und prototypischen Umsetzung innovativer Lösungen und Produkte und zur Erprobung deren technischer Umsetzbarkeit und Praxistauglichkeit.

Da im LAB4DTE nicht nur Informationen ausgetauscht und sich vernetzt wird, sondern ganz konkret Ideen und innovative Ansätze ausprobiert und praktisch umgesetzt werden, etabliert sich das LAB4DTE als physikalische Kollaborations-Plattform und Co-Working-Space für die 4 oben genannten Stakeholder. Für die einzelnen Stakeholder ergeben sich hierbei folgende Möglichkeiten und Potentiale:

  • Forscher/Studenten:
    • Forscher/Studierende treffen sich im LAB4DTE, generieren Ideen (inspiriert durch umgesetzte Prototypen und Demonstratoren zur Veranschaulichung typischer Lösungsmöglichkeiten) und setzen Ideen prototypisch um. Die Ideengenerierung erfolgt hierbei spontan oder im Rahmen von Ideenwettbewerben.
    • Forscher/Studierende treffen Unternehmen und erhalten Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen.
    • Forscher/Studenten treffen engagierte Gründer (ebenfalls Studenten oder ehemalige Studenten) zur gemeinsamen Umsetzung einer Idee und anschließenden Gründung eines gemeinsamen Unternehmens.
  • Unternehmen:
    • Unternehmen treffen Forscher/Studierende und erhalten Inspiration und konkrete Ideen und Lösungsansätze insb. auch im Rahmen spezifischer Ideenwettbewerbe, die im Auftrag der Unternehmen durchgeführt werden.
    • Unternehmen treffen andere Unternehmen zwecks Austausch von Ideen, typischen Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten.
  • Investoren:
    • Investoren informieren sich über den State-of-the-Art und bekommen Einblick in die Machbarkeit von Ideen und die Erfolgsaussichten potentieller Unternehmensgründungen.
  • Gründer:
    • Potentielle Gründer erhalten Zugang zu innovativen Ideen und werden animiert, auf Basis erprobter Ideen ein Unternehmen zu gründen.
    • Gründer kommen in Kontakt zu relevanten Unternehmen und potentiellen Investoren zur sowohl fachlich/organisatorischen als auch monetären Unterstützung ihrer Unternehmensgründung.

Das LAB4DTE dient so als Katalysator zur Generierung innovativer Ideen und Lösungsansätze und verbesserten Ausschöpfung des Gründungspotentials der RWU und ihres Umfelds.

Kontakt & Personen

Allgemeine Kontaktinformationen

Öffnungs-/Sprechzeiten Einfach Wunschtermin vereinbaren oder vorbeischauen, zu üblichen Zeiten ist immer jemand da.
Telefon
E-Mail lab4dte@rwu.de
Raum M 104
Besuchsadresse
Gebäude M
Lazarettstr. 5
88250 Weingarten
Postadresse RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten
University of Applied Sciences
Gründungszentrum LAB4DTE
Postfach 30 22
D 88216 Weingarten

Gesamtverantwortung

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Höpken

Leiter IDW - Institut für Digitalen Wandel
Schwerpunkte:
Business Intelligence & Predictive Analytics, IKT-Systeme im Tourismus - Professor der Fakultät Elektrotechnik und Informatik, sowie Studiengang Wirtschaftsinformatik und E-Business
Wolfram Höpken

Gründungszentrum

Burkhard Wolff

Leiter des Gründungszentrums LAB4DTE und Gründungsberater
Schwerpunkte:
Lab for Digital Transformation and Entrepreneurship

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Christian Baumgartner

Leiter der Geschäftsstelle des IDW, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Schwerpunkte:
Institut für digitalen Wandel, LAB4DTE, Administration

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Bayer

Bibliotheksbeauftragter der Fakultät E
Schwerpunkte:
ERP-Systeme, Cloud-Computing & Data Science
 Prof. Dr. Thomas Bayer

Dipl.-Päd. Birgit Demuth

Schwerpunkte:
Career Service, Entrepreneurship & Deutschlandstipendium
Birgit Demuth

Prof. Dr. Jörg Eberhardt

Studiendekan Physical Engineering
Schwerpunkte:
Mechatronik und Optik
Prof. Dr. Jörg Eberhardt

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Ertel

Leiter des Instituts für Künstliche Intelligenz
Schwerpunkte:
Künstliche Intelligenz, Mathematik
Prof. Dr. Wolfgang Ertel

Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Friedl

Studiendekan Wirtschaftsinformatik, Professor, Prodekan der Fakultät Elektrotechnik & Informatik
Schwerpunkte:
Wirtschaftsinformatik, Produktion & Logistik, Supply Chain Management, Internet der Dinge, Wissensmanagement
Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Friedl

Yuliana Kruppa MBA

Akademische Mitarbeiterin
Schwerpunkte:
Lab for Digital Transformation and Entrepreneurship

Prof. Dr. rer. pol. Peter Philippi-Beck

Studiendekan Technik-Management und Optimierung (Master)
Schwerpunkte:
Internationale Betriebswirtschaft Entrepreneurship Mergers & Acquisitions

Prof. Dr. rer. pol. Markus Josef Rager

Professor
Schwerpunkte:
Produktionsplanung & -Steuerung, Enterprise Resource Planning Systeme (ERP-Systeme), Internet der Dinge sowie Internetökonomie
Prof. Dr. rer. pol. Markus Rager